DRV – NZ Ambassador’s XV in Frankfurt

Unser Nationalteam spielt in Frankfurt gegen die New Zealand Ambassador’s XV

Wir sind dabei und unterstützen
Am Samstag, den 5. Oktober 2013, um 16 Uhr in Frankfurt/Main hat unsere deutsche Rugby-Nationalmannschaft ihren zweiten internationalen Auftritt in der noch jungen Saison 2013/14. Im Stadion des SC Frankfurt 1880 findet das vierte Match um den Ambassador’s Cup statt, den Neuseelands Botschafter Peter Rider 2010 gestiftet hat. Deutschland, das die Trophäe 2011 und 2012 gewinnen konnte, wird versuchen, die New Zealand Ambassador’s XV (Sieger 2010) erneut zu schlagen – was nicht einfach wird, wie Nationaltrainer Kobus Potgieter (Heidelberg) vom Deutschen Rugby-Verband (DRV) weiß: „Mein Kollege Aaron Satchwell hat eine sehr starke Mannschaft zusammengestellt, die den Cup unbedingt zurückerobern möchte.“ Potgieter unterstrich bei einer Pressekonferenz am 2. Oktober im Klubhaus des SC Frankfurt 1880: „Das ist für uns ein sehr wichtiges Spiel, weil ein viel höheres Tempo gespielt wird als sonst. Wir wollen den Schwung aus dem Spiel gegen Tschechien A nutzen.“ Am 28. September hatte die deutsche Auswahl in Heidelberg mit 60:17 gegen Tschechien A gewonnen.

Kobus Potgieter hat sein Team für den Test gegen die New Zealand Ambassador’s XV zusammengestellt. Gegen die „Kiwis“, die nach zuletzt zwei knappen Niederlagen im Kampf um den Ambassador’s Cup viele starke Spieler aus Belgien, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden und einigen Bundesliga-Vereinen rekrutiert haben, wollen sich die deutschen Männer die nötige Wettkampfhärte für den Rückrundenauftakt in der Europameisterschaft am 26. Oktober 2013 in Charkow gegen die Ukraine holen. „Wir haben unseren Kader in den letzten beiden Jahren Zug um Zug erweitert, denn wir brauchen für die drei schweren Spiele im Herbst 2013 einen großen Spielerkreis, um erfolgreich sein zu können“, sagte Potgieter in Frankfurt.

„Die Ambassador’s XV nimmt dieses Spiel natürlich sehr ernst“, freut sich Kobus Potgieter: „Für uns sind solche Spiele ungemein wertvoll, denn sie helfen, das unser Team kontinuierlich weiter zu entwickeln. Unabhängig davon denke ich, dass wir auch diesmal eine gute Chance haben, wenn wir unser Spiel schnell machen und dies über die gesamte Strecke durchziehen können. Die Verteidigung, die gegen Tschechien stark war, wird auch diesmal der Schlüssel sein.“

Für die vierte Auflage des hochklassigen Duells hat die New Zealand Ambassador’s XV prominente Unterstützung geholt. So gehören unter anderen All Black-Kapitän Taine Randell und All Black Regan Pearce zum Aufgebot. Randell, der zuletzt beim Saracens RFC in London gespielt hat, stand zwischen 1997 und 2002 insgesamt 51-mal im Aufgebot der neuseeländischen Rugby-Nationalmannschaft und führte sein Team 1999 in Twickenham ins WM-Halbfinale. Die 31:43-Niederlage gegen Frankreich war zwar ein schwerer Schlag für Neuseelands All Blacks, Experten meinen aber, damals das beste WM-Match aller Zeiten erlebt zu haben. Taine Randell hat sich gut auf das Spiel gegen Deutschland vorbereitet, wie er in Frankfurt beteuerte: „Als kleinen Junge habe ich ein Spiel meines Vaters erlebt, als dieser schon älter war. Das war ziemlich peinlich. So möchte ich mich am Samstag jedenfalls nicht präsentieren“, sagte Taine Randell, der in seiner Heimat eine neue Rugby-Karriere gestartet hat – als Trainer seiner drei kleinen Kinder. „Der schwerste Job, den ich je hatte“, lachte er.

In unserem deutschen Nationalteam kehren im Vergleich zum Test gegen Tschechien einige erfahrene und etablierte Kräfte in den Kader zurück. Weil aber mit Manuel Wilhelm (RG Heidelberg), Kieran Manawatu (SC Frankfurt 1880) und Samy Füchsel (Heidelberger RK) Stammspieler verletzt ausfallen, bekommen jungen Spieler wie Neuenheims Paul Weiss, Phil Szczesny von Hannover 78 oder Benedikt Scherrer vom Heidelberger TV die Chance, sich im Kreise des Elitekaders zu zeigen und zu empfehlen. „Wir wollen den Konkurrenzkampf erhöhen und auch Druck auf die etablierten Spieler ausüben“, kündigte Kobus Potgieter an.

So wollen sie in Frankfurt/Main spielen
Deutschland: Phil Szczesny (Hannover 78) – Steffen Liebig (Heidelberger RK), Pieter Jordaan (Heidelberger RK), Lars Eckert (SC Neuenheim), Benjamin Simm (Hannover 78) – Raynor Parkinson (Heidelberger RK), Sean Armstrong (Heidelberger RK) – Kehoma Brenner (Heidelberger RK), Robert May (TV Pforzheim), Alexander Hug (TSV Handschuhsheim) – Benedikt Scherrer (Heidelberger TV), Benjamin Danso (Heidelberger RK) – Chris Howells (TV Pforzheim), Alexander Widiker (Kapitän/Heidelberger RK), Arthur Zeiler (Heidelberger RK).
In Reserve stehen: Markus Bender (TSV Handschuhsheim), Paul Weiss (SC Neuenheim), Ansgar Ruhnau (Heidelberger RK), Timo Vollenkemper (TV Pforzheim), Alexander Hauck (SC Frankfurt 1880), Anjo Buckman (Heidelberger RK), Raphael Pyrasch (Heidelberger RK), Mark Sztyndera (SC Frankfurt 1880), Carlos Soteras-Merz (TV Pforzheim).
Auf Abruf stehen: Pascal Drügemöller (SC Neuenheim), Jörn Schröder (TV Pforzheim), Raphael Hackl (Berliner RC), Tim Biniak (RK Heusenstamm) und Gregor Hartmann (TSV Handschuhsheim).

Die sportliche Verantwortung liegt bei den Trainern Kobus Potgieter und Pieter Jordaan. Die Mannschaftsbetreuung liegt in den Händen von Friedrich Bender. Die organisatorischen Belange obliegen Hans-Joachim Wallenwein. Die medizinische Betreuung übernehmen Teamarzt ist Dr. Ralf Huppertz und Physiotherapeutin Lorena Kemptner.

Mehr Rugby im Rahmenprogramm

Neben dem Hauptmatch, welches im Anschluss an den traditionellen „Haka“ mit Vortänzer Taine Randell um 16 Uhr in der Feldgerichtstraße 29 angekickt wird, bieten die Organisatoren weitere sportliche Höhepunkte. Zum zweiten Mal wird um 14 Uhr der Capri Sonne Challenge Cup ausgetragen, ein Nord-Süd-Vergleich der besten U23-Spieler Deutschlands.

Ebenfalls ein Duell des Nordens gegen den Süden tragen ab 12 Uhr die RugbyFrauen um den Cola Rebell Cup aus.

Deutsche und neuseeländische Spezialitäten runden das Ereignis kulinarisch ab. Kleine Rugbyfans können sich die Gesichter bemalen lassen – auch im typischen Maori-Stil. Am Abend treffen sich Fans und Spieler um 18 Uhr zur After Match Party.

Die „Freunde der deutschen Rugby-Nationalmannschaft e.V.“ unterstützen unser Nationalteam diesmal dadurch, dass wir beim Vorbereitungslehrgang in Heidelberg das Abendessen am Freitagabend sowie das Mittagessen am Samstag und die Busfahrt nach Frankfurt/Main und zurück finanzieren. Wir danken unseren Mitgliedern, Mäzenen und Sponsoren, dass sie die Mittel hierfür bereit gestellt haben. Wir sind im Stadion mit einem kleinen Zelt präsent, um unseren Verein vorzustellen und neue Mitglieder zu werben. Dort gibt es auch eine Weinprobe mit edlen weißen und roten Tropfen aus der Winzergenossenschaft Schriesheim.

Fans der deutschen Nationalmannschaft, die nicht nach Frankfurt kommen können, werden herzlich gebeten, den Gegenwert einer Eintrittskarte (10,00 Euro) auf unser Vereinskonto Nr. 64451502 bei der Volksbank Kurpfalz H + G BANK (BLZ 672 901 00) zu spenden. Alle Spenden kommen unserem Nationalteam zu Gute. Jens Beeskow/CPB

Deutsche Auswahl schlug Tschechien A mit 60:17

Sechs Wochen vor dem Rückrundenauftakt in der Europameisterschaft, dem schweren Spiel am 9. November in Berlin gegen Polen, ist die Auswahl des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV) in guter Frühform. Die Schützlinge der Nationaltrainer Kobus Potgieter und Pieter Jordaan (beide Heidelberg) gewannen am 28. September 2013 ein Testspiel gegen Tschechien A mit 60:17 (32:7) Punkten.

Die 300 Zuschauer auf dem „Museumsplatz“ an der Heidelberger Tiergartenstraße waren entzückt über die Dynamik, Wucht und Spielfreude der deutschen Auswahl, die nahtlos an die gute Leistung im letzten EM-Spiel im April in Hamburg gegen Schweden (73:17) anknüpfte und sich auch in der Defensive kaum eine Blöße gab. Potgieter und Jordaan probierten neue Akteure aus, die in den Bundesligaspielen auf sich aufmerksam gemacht hatten; etwa den langen Benedikt Scherrer und den kompakten Hannes Huber vom Heidelberger Turnverein, den wuchtigen Markus Bender vom TSV Handschuhsheim, den talentierten Niels Janotta und Pascal Fischer von Hannover 78 oder die flinken Carlos Soteras-Merz aus Pforzheim und Tim Biniak aus Heusenstamm. Das sind junge Heißsporne, die noch lange im DRV-Team wirken können.

Auch Tschechiens Nationaltrainer Martin Kafka erprobte einige neue Spieler, war aber wegen der mangelnden Durchschlagskraft seiner Fünfzehn nach dem Spiel weit weniger zufrieden als Potgieter. Kafka meinte: „Wir müssen viel arbeiten, wenn wir im EM-Spiel am 5. April 2014 gegen die Deutschen besser aussehen wollen.“

Kobus Potgieter sagte: „Es war ein guter Test. Wir haben viel gesehen und können am Samstag gegen die Neuseeländer darauf aufbauen.“ Am 5. Oktober um 16 Uhr hat das DRV-Team einen weiteren Test in Frankfurt/Main gegen die New Zealand Ambassador’s XV – eine Auswahl von in Europa tätigen Cracks aus dem Lande des Rugby-Weltmeisters von 1987 und 2011.

Die deutsche Auswahl erzielte am Abend, als ein kühler Herbstwind die ersten Blätter über den perfekt gepflegten Rasen wehte und sich die Zuschauer mit Begeisterung am Schriesheimer Spätburgunder wärmten, acht Versuche durch acht verschiedene Spieler. Mark Sztyndera (13. Minute), Kehoma Brenner (21.), Steffen Liebig (25.), Raynor Parkinson (34.), Kieran Manawatu (62.), Tim Biniak (67.), Timo Vollenkemper (72.) und Gregor Hartmann (80 +4.) stürmten in schöner Regelmäßigkeit und nach verwirrenden Ballstafetten ins tschechische Malfeld.

Parkinson, der das Angriffsspiel sehr schnell machte und überflüssige Kontakte mit den Gegnern clever mied, traf mit fünf Erhöhungen und zwei Straftritten und war mit 21 Punkten fleißigster Punktesammler. Mit drei Erhöhungen traf er von ganz außen – so etwas kann Meisterschaften gewinnen! Zwei Erhöhungen steuerte Carlos Soteras-Merz bei. Der für Pforzheim spielende Stuttgarter ist der Sohn des Argentiniers Jorge Soteras, der seit fünf Jahren Kapitän der baden-württembergischen Oldies-Auswahl ist. Für das einzige Foul im ganzen Spiel erhielt Jörn Schröder eine Zeitstrafe.

Das Spiel wurde vom Verein „Freunde der deutschen Rugby-Nationalmannschaft“ organisiert und finanziert. Dank des Zuschauerzuspruchs und der Unterstützung der Stadt Heidelberg sowie der Firmen NISSAN Autohaus Peter Müller, Getränkevertrieb Harald Fein, Winzergenossenschaft Schriesheim, The Dubliners Irish Pub und City Druck Heidelberg wurden Gesamteinnahmen in Höhe von 3227,00 Euro erzielt, die in die Förderung der Nationalmannschaft fließen. Die „Freunde“ bedanken sich bei ihren Mitgliedern und Partnern für die aktive Mitarbeit in der Organisation und dem Team von Vincenzo Scionti im Restaurant „Zur blauen Quetsch“, das unsere Nationalmannschaft zwei Tage lang perfekt versorgt und ein leckeres Abendessen für die beiden Nationalteams und das gute belgische Schiedsrichtergespann gekocht hatte.

Deutsche Auswahl: Pyrasch (Heidelberger RK) – Sztyndera (SC Frankfurt 1880), Liebig (HRK, 41. Manawatu/Frankfurt), Buckman (HRK, 41. Fischer/Hannover 78), Simm (Hannover 78) – Parkinson (HRK, 63. Soteras-Merz/TV Pforzheim), Mathurin (HRK, 53. Biniak/RK Heusenstamm) – Hug (Kapitän, TSV Handschuhsheim, 77. Hartmann/Handschuhsheim), May (Pforzheim, 41. Vollenkemper/Pforzheim), Brenner (HRK, 41. Hauck/Frankfurt) – Danso (HRK, 60. Ruhnau/HRK), Scherrer (Heidelberger TV, 41. Janotta/Hannover 78) – Zeiler (HRK, 63. Kleebauer/HRK), Howells (Pforzheim, 55. Huber/HTV), Bender (Handschuhsheim, 41. Schröder/Pforzheim).
Tschechien A: M. Kovar – Jirman, Fuchs, Kolar, Porizek – Cizek (48. Porizek), Pailodze – Radley (41. Nespor), Manak (50. O. Kovar), Cerny – Voves (Kapitän, 41. Frank), Backa – Dolezal (55. Vrana), J. Kovar, Machacek (55. Sroubek).
Schiedsrichter: Sulejmani (Belgien); Zuschauer: 300.