Aktuell

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Kartenvorverkauf für die drei Herbst-Länderspiele unseres Nationalteams

Auf die deutsche Rugby-Nationalmannschaft, die in der letzten Saison den Klassenverbleib in der Europameisterschafts-Division 1A als erster Aufsteiger seit 30 Jahren geschafft hat, kommen reizvolle Aufgaben zu. Bevor das Team des aus Südafrika stammenden Nationaltrainers Kobus Potgieter im Februar und März 2017 fünf Europameisterschaftsspiele gegen Rumänien, Titelverteidiger Georgien, Aufsteiger Belgien, Spanien und Russland binnen 35 Tagen bestreiten muss, stehen im November drei Weltranglistenspiele auf dem Programm.

Das ist eine willkommene Gelegenheit für Potgieter und seinen umfangreichen Stab, den gegenwärtig 35 Spieler starken Kader um Kapitän Sean Armstrong (Heidelberger Ruderklub) zu erproben. Das Hauptproblem: Das Spieltempo zwischen Bundesliga und Europameisterschaft ist so unterschiedlich, dass man einige internationale Tests benötigt, um das Niveau anzuheben.

Der erste Gegner der deutschen Fünfzehn ist Uruguay am 11. November um 17.45 Uhr im Stadion des FSV Frankfurt, bevor der Heidelberger Fritz-Grunebaum-Sportpark am 18. November um 15 Uhr Schauplatz des ersten von zwei Spielen gegen Brasilien sein wird. Ein zweites Match gegen die Gastgeber der Olympischen Spiele 2016 findet am 26. November um 14.30 Uhr in Leipzig statt.

Tickets gibt es online: www.adticket.de/Rugby.

Deutschland: Sean Armstrong, Raynor Parkinson, Timo Vollenkemper, Kehoma Brenner, Michael Poppmeier, Jacobus Otto, Jarrid Els, Steffen Liebig, Aounallah Harris, Dale Garner, Thore Schmidt, Pierre Mathurin (Heidelberger RK); Antony Dickinson, Marvin Dieckmann (RG Heidelberg), Robert May, Carlos Soteras-Merz, Oliver Paine (TV Pforzheim), Robert Lehmann (TSV Handschuhsheim), Chris Howells, Mark Sztyndera (SC Frankfurt 1880), Sebastian Robl, Clemens von Grumbkow (SC Neuenheim), Tom Behrendt (FC St. Pauli), Daniel Koch (Germania List), Jörn Schröder (Luctonians RFC), Erik Marks (RC Rochelais-Atlantique), Julius Nostadt (RC Chambéry), Mikael Tyumenev, Tim Menzel (RC Strasbourg), Samy Füchsel (SC Albi), Christopher Hilsenbeck (US Colomiers), Marcel Coetzee (Sharks Academy Durban), Dasch Barber (False Bay RFC), Adriaan Theisinger (ohne Verein).

Mitgliederversammlung am 5. November in Heidelberg

Die Freunde der deutschen Rugby-Nationalmannschaft e.V. halten ihre Ordentliche Mitgliederversammlung am Samstag, den 5. November 2016, um 11 Uhr im Deutschen Rugby-Sportmuseum, Tiergartenstraße 7B in 69120 Heidelberg-Neuenheim ab. Auf der Tagesordnung stehen die Rechenschaftsberichte des Vorsitzenden Claus-Peter Bach und des Schatzmeisters Peter Nostadt, der Prüfbericht der Kassenrevisoren Heinrich Drügemöller und Michael Schroth und die Entlastung des Vorstandes.

Im Anschluss an die Sitzung erfolgt eine Führung durch die Räume des Deutschen Rugby-Sportmuseums Heidelberg. Der Vorstand dankt dem Museumsvorstand um den Vorsitzenden Georg Setzer (Mannheim) und den Kurator Walter Gebhardt (Aachen) herzlich für die Gastfreundschaft.

Deutsche Junioren auf EM-Platz 6

27. 3. 2016 – Die deutsche Rugby-Nationalmannschaft unter 18 Jahren hat bei der Europameisterschaft in Portugal ihr Saisonziel erreicht. Nach einer 10:29 (0:19)-Niederlage in Lissabon gegen Spanien im abschließenden Match um Platz fünf belegte das Team der beiden Nationaltrainer Jan Ceselka (Heidelberg) und Christian Lill (Berlin) im Abschlussklassement den sechsten Platz und hat damit den Klassenverbleib in der Elite-Division 1 geschafft. Entscheidend hierfür war ein 23:10-Sieg über Rumänien in der Vorschlussrunde.
Frankreichs Nachwuchs hat seinen im Vorjahr errungenen Titel souverän verteidigt. Im Finale am Ostersamstag feierten die „Göckelchen“ einen glasklaren 42:0-Sieg über Georgien, das durch ein 49:10 über Rumänien und ein 29:10 über Portugal ins Endspiel gelang war. Die Bronzemedaille sicherten sich die portugiesischen Gastgeber durch einen 15:10-Sieg über Belgien. Rumänien muss nach einem 0:12 gegen Russland den bitteren Weg in die Division 2 antreten. Dort feierte Polen durch ein 9:8 über die Niederlande die B-Europameisterschaft und steigt in die Division 1 auf.
Im dritten und letzten Turnierspiel bestimmten die flinkeren Spanier das Geschehen bis zur Halbzeitpause eindeutig und beherrschten die Deutschen in allen Belangen. Doch nach dem 0:19-Pausenrückstand setzte das deutsche Team konsequent auf Angriff und packte seinen enormen Kampfgeist aus. Jaap Breuste (54. Minute) und Marcel Becker (61.) legten folgerichtig zwei Versuche zum 10:19. Zum Schluss legten die Spanier noch zwei Versuche nach.
„Unsere Mannschaft hat sich von Spiel zu Spiel gesteigert und ihr Potenzial voll ausgeschöpft“, sagte Jan Ceselka, auch Landestrainer von Baden-Württemberg. Der Heidelberger sieht deutliche Verbesserungsmöglichkeiten für die EM 2017, da durch die neu begründete Zusammenarbeit mit dem französischen Comité du Tarn mit zwei Trainingswochen und vier Testspielen die Vorbereitung stark verbessert wird.

Die “Freunde der deutschen Rugby-Nationalmannschaft” haben die EM-Teilnahme des deutschen Teams mit einer Zuwendung in Höhe von 6000 Euro unterstützt. Der Vorstand wird bei seiner Sitzung am 16. April 2016 in Heidelberg über die weitere Förderung der deutschen Nachwuchsteams beraten und erste Beschlüsse fassen.

Deutschland U18: Isaac Berry (RG Heidelberg) – Manuel Jäger (RC Rottweil, 36. Rhys Lewis/Internationale Schule Düsseldorf), Micha Moroz (SC Frankfurt 1880, 63. Emil Schäfer/TSV Handschuhsheim), Christopher Korn (TSV Handschuhsheim), Jaap Breuste (Hannover 78) – Niklas Stehling (Hannover 78), Tino Dietz (SC Germania List, 40. Jan Piosik/Hannover 78) – Paul Pfisterer (RGH), Franz Müller (RK 03 Berlin, 68. Philipp Gass/SC Frankfurt 1880), Nikita Ovtchinnikov (Heidelberger RK) – John Smith (SC Frankfurt 1880, 60. Vincent Haarmann/RGH), Daniel Würm (Berliner RC, 48. Justus Zimmermann/Berliner RC) – Marcel Becker (SC Frankfurt 1880), Valentin Heuser (SC Neuenheim), Marvin Ugbomor (Berliner RC).                                     CPB

Deutsche U18-Junioren weiter erstklassig
23. 3. 2016 – Die Junioren-Nationalmannschaft des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV) hat bei der U18-Europameisterschaft in Portugal vorzeitig den Klassenverbleib in der Elite-Division 1 gesichert. Die Mannschaft der beiden Trainer Jan Ceselka (Heidelberg) und Christian Lill (Berlin) gewann das Halbfinale um die Plätze fünf bis acht in Lissabon gegen Rumänien mit 23:11 (12:11) Punkten und spielt zum Abschluss am Samstag um 13 Uhr in Lissabon gegen Spanien um Platz fünf.

Nach dem Schock der 5:64-Auftaktniederlage gegen Portugal spielte die deutsche Fünfzehn gegen den Nachwuchs des Vizeeuropameisters in Bestform, lag aber bis zur 21. Minute mit 0:11 zurück. Vor der Pause gelangen jedoch zwei Versuche durch Jaap Breuste und Marcel Becker sowie eine Erhöhung durch Tino Dietz. Nach dem Seitenwechsel beherrschten die Deutschen Spiel und Gegner. Nach zwei Straftritten von Dietz legte Breuste einen weiteren Versuch zum 23:11-Endstand.

Im Finale am Ostersonntag stehen sich erwartungsgemäß Rekord-Europameister Frankreich und Georgien gegenüber, das kleine Finale um Platz drei bestreiten Portugal und Belgien.
Halbfinals um Plätze 1 – 4: Frankreich – Belgien 62:3, Georgien – Portugal 29:10; um Plätze 5 – 8: Spanien – Russland 23:13, Deutschland – Rumänien 23:11; Division 2, Viertelfinals: Polen – Lettland 74:7, Niederlande – Luxemburg 50:10, Ukraine – Schweiz 15:11, Tschechien – Litauen 43:10.                                    cpb

Unser Nationalteam bleibt in der EM-Division 1A: 17:17 gegen Spanien

20. 3. 2016 – Unsere deutsche Rugby-Nationalmannschaft hat den Klassenverbleib in der Europameisterschafts-Division 1A geschafft. Am zehnten und letzten Spieltag der Doppelsaison 2014 – 2016 gelang der Mannschaft von Nationaltrainer Frederik Jacobus Potgieter (Heidelberg) am 19.März 2016 ein 17:17 (9:14) gegen das hoch favorisierte Spanien. Damit beendeten die Deutschen die EM mit acht Punkten und Tabellenplatz fünf, während das den Russen mit 21:53 unterlegene Portugal bei sechs Punkten verharrt und die Eliteliga erstmals verlassen muss.

Die Auswahl des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV) hat damit als erstes Team seit 35 Jahren als Aufsteiger die Klasse gehalten. 1981 hatte die deutsche Mannschaft von Trainer Fritz Raupers im Niedersachsen-Stadion von Hannover mit 10:7 gegen die Sowjetunion gewonnen und den Abstieg vermieden. Seither sind die Aufsteiger – ganz gleich ob sie Niederlande, Belgien, Tschechien, Ukraine oder Deutschland hießen – immer sofort wieder abgestiegen, weil der Leistungsunterschied zwischen Division 1A und 1B stets mehr als eine Klasse betragen hatte. In diesem Jahr und auch in diesem letzten, hoch dramatischen Match in Köln-Höhenberg war das anders. Potgieters Fünfzehn, durch die Wild Rugby Academy erstmals angemessen unterstützt und deshalb mit einer im Hochleistungsrugby notwendigen zeitaufwändigen Vorbereitung bestens gerüstet, war besser als Portugal (50:38 im direkten Vergleich) und mit den Spaniern gleichwertig.

Im ausverkauften Stadion von Viktoria Köln erlebten 6214 Zuschauer, unter ihnen Tatort-Kommissar „Max Ballauf“ alias Klaus J. Behrendt mit seinem Sohn und Rugby-Nationalspieler Tom Behrendt (FC St. Pauli), ein Klassespiel beider Mannschaften, in dem die Spanier im ersten Durchgang weniger nervös und schwungvoller spielten und deshalb zur Pause mit 14:9 führten. Beide Kicker, Raynor Parkinson für Deutschland und Gareth Griffith für Spanien, hatten je drei Straftritte ins Goal geschickt, und der bullige Erste-Reihe-Stürmer Benat Auzqui nutzte die leichte Dominanz der Iberer in der 34. Minute zu einem Versuch. Der Halbzeitstand spiegelte die Kräfteverhältnisse korrekt wider.

Nach dem Wiederanpfiff des ausgezeichneten rumänischen Schiedsrichters Radu Petrescu, seit 2003 Stammgast bei den SAS Institute Heidelberg Sevens, erhöhte Griffith den spanischen Vorsprung per Straftritt auf 17:9, doch dann wechselte Potgieter für den unsicher und mutlos wirkenden Verbindungshalb Jeremy Te Huia seinen „Joker“ Christopher Hilsenbeck ein. Der 23-jährige Spielmacher des französischen Zweitligisten US Colomiers, der sein Rugby beim TSV Handschuhsheim gelernt hat, dynamisierte das Angriffsspiel der Deutschen mit präzisen Pässen und pfeilartigen Sprints derartig, dass die Iberer dauerhaft unter Druck, in Stress und in den Rückwärtsgang gerieten. Ausdruck der nun glasklaren deutschen Überlegenheit waren Parkinsons Straftritt zum 12:17 (67.) und der Versuch von Flankenstürmer Jacobus Otto – wie gegen Portugal bester Mann auf dem Platz – in der 78. Minute. Die Deutschen hätten sogar gewinnen können, wenn Parkinson mit einem Dropkick (80.) aus günstiger Position zwischen die Stangen getroffen hätte. Der famose Schlussmann war danach zerknirscht, doch als die gute Nachricht aus Lissabon in der Domstadt eintraf, war alles wieder gut.

Im Sechs-Nationen-Turnier, in das es leider keinen Aufstieg für den souveränen Europameister Georgien (50 000 Fans in Tiflis beim 38:9 gegen Rumänien) gibt, hat England das letzte Spiel im Stade de France gegen erneut schwache Franzosen mit 31:21 gewonnen und mit fünf Siegen in fünf Spielen zum ersten Mal seit 2003 den Grand Slam geschafft.

Im Vorspiel des EM-Matchs gegen Spanien feierte die deutsche U16-Nationalmannschaft vor gut 1000 begeisterten Zuschauern einen 18:8-Erfolg über Polen.

Die Freunde der deutschen Rugby-Nationalmannschaft haben die deutsche Fünfzehn durch die Finanzierung eines gemeinsamen Abendessen zum Abschluss der Teamvorbereitungen am Donnerstagabend in Heidelberg unterstützt. Wir gratulieren unserem Team zum überzeugenden Klassenverbleib und wünschen für die EM 2017 viel Erfolg!

Deutschland: Parkinson (Heidelberger RK) – Oltmann (USA Perpignan, 60. Fischer/Hannover 78), von Grumbkow (HRK), Bosch (SO Nevers), van der Merwe (HRK) – Te Huia (TV Pforzheim, 47. Hilsenbach/US Colomiers), Armstrong (Kapitän/HRK) – Theisinger (Free State Cheetahs, 60. Brenner/HRK), Els (HRK), Otto (HRK) – Danso (HRK, 68. May/Pforzheim), Poppmeier (HRK) – Tussac (US Montauban), Widiker (HRK), Füchsel (HRK).

Spanien: Aubanell – Ascarat, Linklater, Griffith, Contardi (63. Fontes) – Snee, Rouet – Gibouin, Nava (Kapitän), Barthere – González (60. Mora), Bonán (65. Newton) – Moreno (72. Sanz), Civil (48. Hutchinson), Auzqui.

Schiedsrichter: Petrescu (Rumänien); Zuschauer: 6214; Punkte: 3:0 (4.) Straftritt Parkinson; 3:3, 3:6 (8., 16.) S Griffith; 6:6 (21.) S Parkinson; 6:9 (23.) S Griffith; 9:9 (29.) S Parkinson; 9:14 (34.) Versuch Auzqui; 9:17 (60.) S Griffith; 12:17 (67.) S Parkinson; 17:17 (78.) V Otto; Zeitstrafen: Armstrong (56.)/Contardi (69.).                                                              Von Claus-Peter Bach

Ein Weckruf im ersten EM-Match der U18

20. 3. 2016 – Die deutsche U18-Nationalmannschaft ist zu Beginn der Europameisterschaft 2016 in Lissabon unsanft geerdet worden. In der höchsten Gruppe „Championship“ traf die DRV-Auswahl im ersten Spiel auf den Gastgeber Portugal. Die Iberer setzten dem Team mit 5:64 (5:24) eine deutliche Niederlage zu. Dass es schwer werden wird, wusste die Teamleitung bereits vorher. Dieter Hanf (Darmstadt), der stellvertretende Jugendwart Sport der Deutschen Rugby-Jugend (DRJ), sprach von einer „besonderen Herausforderung. Wir werden im ersten Spiel gleich ein Finale haben, weil die Gastmannschaft mit zu den stärksten Teams des Wettkampfes gehört.“

Die ersten 25 Minuten der EM-Partie wurden offen gestaltet. Unsere U18 hatte guten Ballbesitz und konnte sich dabei phasenweise in der portugiesischen Hälfte festsetzen. Mit Christopher Korn (TSV Handschuhsheim) punkteten die Deutschen bereits frühzeitig. Mit dem Spielverlauf schafften es die Iberer zunehmend, die DRV-Auswahl auszuspielen. Die Gastgeber waren am Ende wacher und fitter sowie in den entschiedenen Situationen schneller, um entsprechend Versuche legen zu können. Die Niederlage gehört nun der Vergangenheit an. Neue Ziele sind bereits vom Trainerteam gesetzt. „Es gilt nun, aus dem Spiel und dem Niveau der Championship-Gruppe schnell zu lernen, um uns gegen Rumänien zu verbessern“, sagte U18-Nationaltrainer Jan Ceselka (Heidelberg).

Das Spiel gegen Rumänien um die Plätze 5 bis 8 findet am Dienstag, den 22. März 2016, um 18 Uhr (MEZ) statt. Die Begegnung kann im Livestream von Rugby Europe verfolgt werden.                              Jens Köhler

Guter letzter Test vor der U18-Europameisterschaft

16. 3. 2016 – Ein erfolg- und punktereiches Testspiel bestritt die deutsche Rugby-Nationalmannschaft unter 18 Jahren in Heidelberg gegen die West Vancouver School. Nach 70 Minuten stand ein auch in dieser Höhe verdienter 82:0-Sieg zu Buche.

Die Mannschaft der Trainer Jan Ceselka (Heidelberg) und Christian Lill (Berlin) zeigte vom Anpfiff weg gut strukturiertes Angriffsrugby und überquerte bereits in der zweiten Minute erstmals die Mallinie der Gäste. Auch in der Folgezeit ließen die Deutschen niemals nach und hatten die Kanadier stets unter Kontrolle. Im Angriff variierten sie und verhinderten damit gekonnt, dass die körperlich robusten Gäste ihre Verteidigung besser einstellen konnten. Die Verteidigung der Deutschen wurde freilich kaum geprüft. Nach nur 20 Minuten war die Partie nach dem vierten Versuch beim Stande von 26:0 entschieden. Der klare Spielverlauf ermöglichte es dem Trainerteam, sämtliche Akteure zu testen. So wurde schon ab Mitte der ersten Halbzeit fleißig gewechselt.

Das Bild änderte sich auch im zweiten Durchgang nicht. Insgesamt gelangen der deutschen Auswahl 14 Versuche, lediglich an der Ausbeute der Erhöhungskicks (sechs fanden ihr Ziel) sollte nachgebessert werden. Der Handschuhsheimer Christopher Korn wurde von den Gästen zum „Spieler des Tages“ gewählt. „Das sah wirklich ordentlich aus. Wir haben die Woche über gut gearbeitet und es nun auch umgesetzt. Gegen Portugal, unseren ersten EM-Gegner, wird es natürlich viel schwerer. Aber gerade weil die Herausforderung riesig ist, freuen wir uns darauf“, zeigte sich Jan Ceselka zufrieden.                                                                      Moritz Bayer

In Rumänien war nichts zu holen

15. 3. 2016 – Die deutsche Rugby-Nationalmannschaft hat das neunte und vorletzte ihrer Länderspiele in der Europameisterschafts-Saison 2014-2016 krachend verloren. In Iasi an der moldawischen Grenze unterlag die Auswahl von Nationaltrainer Frederik Jacobus Potgieter (Heidelberg) dem alten und neuen Vizeeuropameister Rumänien mit 7:61 (0:27). Es ist die höchste Niederlage in der Rückrunde, hat aber keine Auswirkungen auf die Tabelle.

Da der Rangletzte Portugal in Spanien mit 7:39 verloren hat und ebenfalls punktlos geblieben ist, verharren die Deutschen auf dem vorletzten Platz – der, sollte er auch am Abend des 19. März nach dem Heimspiel gegen Spanien in Köln (Ankick: 14.30 Uhr) Bestand haben, den Klassenverbleib bedeuten wird. Im direkten Vergleich mit den punktgleichen Portugiesen sind die Deutschen mit 53:38 Spielpunkten besser. Die Portugiesen haben am Finaltag ein Heimspiel gegen den Tabellendritten Russland.

Bei Sonnenschein und sechs Grad Celsius in der Provinzstadt Iasi sahen gut 7600 Rugbyfans eine hoch überlegene rumänische Mannschaft. Während die deutschen Stürmer im angeordneten Gedränge und im Gassenspiel Kraft- und Koordinationsprobleme hatten, hielten sie im offenen Spiel aufgrund ihrer Lauffreude und ihrer Kampfkraft gut mit. Die krassen Verteidigungslücken in der Dreiviertelreihe konnten sie allerdings nicht lange ausgleichen.

Die Rumänen, die mannschaftlich geschlossener wirkten und besonders mit den Rollbewegungen ihrer massiven Stürmer brandgefährlich und kaum zu stoppen waren, legten schon in der ersten Halbzeit drei Versuche, denen sie nach der Pause fünf weitere folgen ließen. Florin Vlaicu, der die Deutschen schon im Hinspiel in Heidelberg (12:17) mit seinen beiden Straftritten in den Schlussminuten fertig gemacht hatte, war der gewohnt souveräne Kicker.

So musste sich das Team des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV) mit einem Versuch des eingewechselten Stürmers Matthias Schösser und der Erhöhung von Raynor Parkinson begnügen. Mehr Chancen gab es nicht.

Rumänien: Botezatu – Apostol, Kinikinilau, Vlaicu (67. Ionita), Shennan – Rose (71. Melniciuk), Calafeteanu (60. Bratu) – Lucac (56. Gorcioaia), Burcea, Tonita – Antonescu, Poparlan (69. van Heerden) – Pungea (7. Rusu), Capatana (74. Radoi), Pristavita (63. Dico).

Deutschland: Parkinson (Heidelberger RK) – Harris (SC Neuenheim), Bosch (HRK), van Gelderen (SCN), van der Merwe (HRK, 14. Fischer/Hannover 78) – Te Huia (TV Pforzheim, 41. Menzel/RC Strasbourg), Armstrong (Kapitän, HRK) – Otto (HRK), Theisinger (Free State Cheetahs, 67. Vollenkemper/HRK), Brenner (HRK) – May (Pforzheim), Poppmeier (HRK) – Tussac (US Montauban, 55. Schösser/Aberdeen RFC), Tyumenev (RC Strasbourg, 48. Valette/RC Cahors), Füchsel (HRK, 67. Schröder/Pforzheim).

Schiedsrichter: Blessano (Italien); Seitenrichter: Meconi und Piran (Italien); REU-Delegierter: Megha (Italien); Zuschauer: 7600; Punkte: 7:0 (8.) Versuch Apostol + Erhöhung Vlaicu; 10:0 (15.) Straftritt Vlaicu; 13:0 (24.) S Vlaicu; 20:0 (33.) V Tonita + E Vlaicu; 27:0 (37.) V Lucaci + E Vlaicu; 32:0 (44.) V Burcea; 39:0 (52.) V Kinikinilau + E Vlaicu; 42:0 (59.) S Vlaicu; 49:0 (66.) V Shennan + E Vlaicu; 49:7 (70.) V Schösser + E Parkinson; 56:7 (75.) V Kinikinilau + E Bratu; 61:7 (82.) V Kinikinilau; Zeitstrafe: -/Poppmeier (32.).   CPB

Unser U18-Nationalteam in der EM-Generalprobe gegen Vancouver

9. 3. 2016 – Die deutsche Rugby-Nationalmannschaft unter 18 Jahren wird vom 18. bis zum 27. März an der Europameisterschaft in Portugal teilnehmen, für die in drei Leistungsklassen 24 Nationen gemeldet haben. Das Team des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV) ist in der Division 1, steht in der Setzliste auf Rang sechs und spielt zum Auftakt in Lissabon gegen Gastgeber Portugal. Die übrigen Viertelfinalspiele lauten Frankreich – Spanien, Georgien – Rumänien und Russland – Belgien. Die Sieger spielen um den Titel, die Verlierer gegen den Abstieg in die Division 1. England, Schottland, Wales, Irland und Italien haben sich aus der U18-EM zurückgezogen und kochen ihr eigenes Süppchen.

Nach einem guten Testspiel gegen Tschechien (40:39) und einem schlechten gegen die Niederlande (0:26) bestreiten die deutschen Junioren am Sonntag um 14 Uhr auf dem Heidelberger „Museumsplatz“ an der Tiergartenstraße einen letzten Test gegen die Mannschaft der West Vancouver School, einem Rugby-Gymnasium aus der kanadischen Provinz British Columbia. Das Team von Paul Welsh tourt zwei Wochen durch Deutschland und spielt außerdem am 16. März bei der Berliner Auswahl, am 19. März in Gröbenzell gegen Bayern, am 23. März in Heidelberg gegen Baden-Württemberg und am 25. März um 18 Uhr beim SC Frankfurt 1880 gegen Hessen. Die Kanadier haben 28 Spieler dabei und wollen zeigen, wie stark der Nachwuchs im Lande des Weltranglisten-18. ist.

Das deutsche Team-Management hat beschlossen, den Zuschauern bei dieser EM-Generalprobe freien Eintritt zu gewähren, doch wird am Eingang eine Spendenbox aufgestellt. Mit dem Sammelerlös wird das deutsche U18-Team direkt unterstützt. Der Verein „Freunde der deutschen Rugby-Nationalmannschaft e.V.“ unterstützt die EM-Teilnahme des U18-Teams ebenfalls mit 6000 Euro.

Deutschland U18: Marvin Ugbomor, Justus Zimmermann, Daniel Wurm (Berliner RC), Franz Müller (RK 03 Berlin), Tino Dietz (SC Germania List); Niklas Stehling, Liam Boese, Jaap Breuste, Jan Piosek (Hannover 78), John Smith, Mischa Moroz, Simon Trebbin, Marcel Becker, Philipp Gass (SC Frankfurt 1880), Paul Pfisterer, Isaac Berry, Vincent Haarmann, Raphael Augel (RG Heidelberg), Christopher Korn, Emil Schäfer (TSV Handschuhsheim), Nikita Ovchinnikov, Markus Ulka (Heidelberger RK), Valentin Heuser, Tom Pipke (SC Neuenheim), Manuel Jäger (RC Rottweil), Rhys Lewis (Internationale Schule Düsseldorf), Ben Ellermann (FC St. Pauli).

33 Athleten für den Klassenverbleib nominiert

4. 3. 2016 – Unser Nationaltrainer Frederik Jacobus Potgieter (Heidelberg) und unser Vizepräsident Hans-Joachim Wallenwein (Dossenheim) haben für die beiden letzten und entscheidenden Länderspiele in der Europameisterschafts-Division 1A am 12. März in Iasi gegen Rumänien und am 19. März in Köln gegen Spanien 33 Athleten benannt, denen sie zutrauen, die zum Klassenverbleib notwendigen Punkte zu erkämpfen. Gegenwärtig liegt unser Nationalteam auf dem fünften Tabellenplatz, ist aber punktgleich mit dem Letzten Portugal. Es ist also notwendig, weitere Punkte zu sammeln.

Neu im EM-Kader sind der in der Hintermannschaft vielseitig verwendbare Sam J. Harris vom Bundesligisten Sportclub Neuenheim und der für die Free State Cheetahs in Südafrika spielende Stürmer Adriaan Theisinger. Potgieter hofft darauf, dass die Rückenprobleme des Stürmers Julius Nostadt vom französischen Zweitligisten SO Chambéry abgeklungen sind.

Deutschland: Kapitän Sean Armstrong, Kehoma Brenner, Benjamin Danso, Jarrid Els, Samy Füchsel, Jacobus Otto, Raynor Parkinson, Michael Poppmeier, Hendrik van der Merwe, Clemens von Grumbkow, Alexander Widiker, Arthur Zeiler, Timo Vollenkemper, Paul Bosch (alle Heidelberger RK), Matthias Schösser (Aberdeen Rugby), Tom Behrendt (FC St. Pauli), Pascal Fischer (Hannover 78), Eric Marks (RC Aachen), Sam J. Harris (SC Neuenheim), Robert May, Oliver Paine, Jörn Schröder, Carlos Soteras-Merz, Jeremy Te Huia (alle TV Pforzheim), Adriaan Theisinger (Free State Cheetahs), Dale Garner (Luctonians RFC), Tim Menzel, Mikael Tyumenev (beide RC Strasbourg), Julius Nostadt (SO Chambéry), Maxime Oltmann (USA Perpignan), Christopher Hilsenbeck (US Colomiers) und Damien Tussac (US Montauban).

In diesem Team sind mit Füchsel, Nostadt, Schröder, Tyumenev, Menzel, Hilsenbeck und Fischer sieben Spieler aus jener deutschen U18-Nationalmannschaft, die an Ostern 2010 bei der Europameisterschaft in Venetien gegen Rumänien mit 44:0 gewonnen und den sechsten Platz der Elite-Liga belegt hatte.

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Unser Team ist auf Kletterkurs

Nach dem unerwartet deutlichen 50:27-Sieg über Portugal in Hannover hat sich unsere deutsche Rugby-Nationalmannschaft nicht nur in der Europameisterschafts-Division 1A auf den fünften Platz verbessert, der am Saisonende zum Klassenverbleib ausreichen würde, sondern auch in der Weltrangliste von World Rugby einen gehörigen Satz nach oben gemacht. In der WR-Rangliste vom 29. Februar 2016 steht Deutschland mit 57,69 Punkten auf Rang 23 und hat sich damit um drei Plätze verbessert. Portugal ist von Rang 27 auf Platz 30 abgerutscht und hat nun 55,34 Punkte. Damit steht die deutsche Mannschaft direkt hinter Spanien (60,63 Punkte) und vor Hongkong, Südkorea, Belgien, Chile, Kenia, der Ukraine und Portugal.

Der Sieg über Portugal im Fernsehen

Den  50:27-Sieg über Portugal können nun auch alle Rugby-Freunde erleben, die am 27. Februar 2016 nicht im Rudolf-Kalweit-Stadion in Hannover anwesend sein konnten. Das ganze Spiel kann man im Internet unter www.sportdeutschland.tv/rugby/europe-championship-deutschland-vs-portugal anschauen.

SPORT1 sendet eine 45-minütige Zusammenfassung des Länderspiels am Samstag, den 5. März 2016, von 16.30 bis 17.15 Uhr.

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Jetzt ist der Klassenverbleib in greifbarer Nähe: 50:27-Sieg gegen Portugal

Aus Hannover berichtet Claus-Peter Bach

Sean Armstrong, der 29-jährige Kapitän der deutschen Rugby-Nationalmannschaft, ist ein freundlicher und zurückhaltender Mensch. Talent, Bescheidenheit und Gewissenhaftigkeit machen den gebürtigen Australier, der seit 2008 beim deutschen Meister Heidelberger Ruderklub das Spiel ankurbelt, zu einem der besten Gedrängehalbs auf dem Kontinent. Am Samstag, nach dem unerwartet deutlichen 50:27 (24:8)-Sieg über Portugal in Hannover, konnte man einen ganz anderen Sean Armstrong erleben. Zwar klebte ihm der Lehm an Wange und Bart, doch die Augen blitzten glücklich, und der Mund war breiter denn je: „Auf diesen Tag haben wir fünf Jahre hingearbeitet. Endlich hat sich das viele Training ausgezahlt“, strahlte er.

Dieses 50:27 ist Gold wert und hat historische Bedeutung. Es ist der erste Erfolg über Portugal seit 27 Jahren. Es ist der erste Sieg, seit die deutsche Equipe in der Europameisterschafts-Division 1A spielt, und es kann den Klassenverbleib in der höchsten Liga des kontinentalen Verbandes (Rugby Europe) bedeuten. „Das war eine gute Leistung“, lobte der Franzose Michel Arpaillange, der das Match im Rudolf-Kalweit-Stadion des Fußballklubs Arminia Hannover im Auftrag des Weltverbandes (World Rugby) begeistert genoss. So gut, so zwingend, so ehrgeizig hatte der Fachmann aus Toulouse, der den Weg der Deutschen seit Jahren verfolgt, das Team noch nie gesehen.

Ganz klar: Es war die beste deutsche Leistung in der laufenden Doppelsaison 2014 – 2016, und auch zwischen 2008 und 2010, als das Team des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV) zum zweiten und vorletzten Mal der höchsten Europa-Liga angehört hatte, war die Mannschaft nie so gut. In den Jahren 2008, 2009, 2010, 2014, 2015 und 2016 hat das DRV-Team insgesamt 18 1A-EM-Spiele ausgetragen, dieses 50:27 war der erste Sieg.

Da traf es sich gut, dass sich neben der 30-köpfigen deutschen Delegation und den in Bestbesetzung angetretenen und in jeder Aktion sehr gefährlichen Portugiesen auch 8173 Zuschauer in der Arena eingefunden hatten, in der aufgrund der schwungvollen Spielweise beider Teams eine großartige Stimmung herrschte. So viele Fans haben nach dem Zweiten Weltkrieg noch nie ein Rugbyspiel in Deutschland besucht.

Nationaltrainer Kobus Potgieter und sein Assistent und Freund Pieter Jordaan (beide Heidelberg) konnten nach einer aufwändigen Vorbereitung im Landesleistungszentrum in Kirchheim zum ersten Mal überhaupt sorgenfrei aufstellen. Ihr vorsichtiger Optimismus war berechtigt, denn nachdem ihr Team den Schock eines 0:5-Rückstandes weggesteckt hatte (nach einem Hochkick des starken iberischen Verbinders Tomas Appleton stand ein Männlein allein im Walde, Francisco Appleton sagte „danke“ und legte den Versuch), erkämpften die acht deutschen Stürmer eine Überlegenheit, die bis zum Schlusspfiff des Iren Frank Murphy anhielt.

Gut war, dass Alexander Widiker bombensicher in die Gasse einwarf, dass Michael Poppmeier jeden Ball vom Himmel pflückte, dass das Gedränge nach vorne marschierte, dass Armstrong das Spiel blitzschnell machte, dass die Mannschaft ihre Versuchschancen nutzte, mit der dritten Sturmreihe glänzend verteidigte und in Raynor Parkinson einen 87-Prozent-Kicker hatte, der 15 Punkte scorte. Gut war auch, dass die Deutschen zu sieben Versuchen kamen, von denen Jacobus Otto (3), Clemens von Grumbkow, Michael Poppmeier und Hendrik van der Merwe sechs erzielten. Einen steuerte Murphy als Strafversuch bei.

Wacklig war die Defensive in der zweiten Halbzeit und nach vielen Auswechslungen, was zur bitteren Folge hatten, dass die in der Schlussminute mit dem vierten Versuch erfolgreichen Portugiesen einen offensiven Bonuspunkt einheimsten, der den Deutschen in der EM-Endabrechnung noch weh tun könnte.

Das trübte die Freude im deutschen Lager allerdings kaum. Eingangs der launigen Pressekonferenz bedankte sich Sean Armstrong bei den “Freunden der deutschen Rugby-Nationalmannschaft” für deren Unterstützung. Die Rumpsteaks, die den Spielern zwei Tage vor dem kräftezehrenden Match im Restaurant “Ambiente” des Tennis-Clubs Dossenheim spendiert worden waren, seien lecker und motivierend gewesen. Na denn…

Deutschland: Parkinson (Heidelberger RK) – Fischer (Hannover 78, 80. Schröder/Pforzheim), von Grumbkow (HRK), Bosch (SO Nevers, 21. Hilsenbeck/US Colimiers), van der Merwe (HRK) – Te Huia (TV Pforzheim, 63. Oltmann/USA Perpignan), Armstrong (Kapitän/HRK, 53. Menzel/RC Strasbourg) – Otto (HRK), Els (HRK, 62. Behrendt/FC St. Pauli), Brenner (HRK) – May (Pforzheim, 53. Danso/HRK), Poppmeier (HRK) – Tussac (US Montauban), Widiker (HRK, 59. Tyumenev/RC Strasbourg), Füchsel (HRK).

Portugal: Guedes – Cardoso, F. Appleton, Vilela Pereira, Noronha – T. Appleton, Magalhaes – Villax, Lino, Maxime (45. Portela Morais) – Uva (40. Vassalo Santos), van den Toorn (48. Cerquinho Fonseca) – Rocha (48. Corte Real), Diniz (55. Conde), Medeiros (55. Domingues).

Schiedsrichter: Murphy (Irland); Zuschauer: 8173; Punkte: 0:5 (3.) Versuch F. Appleton; 3:5 (5.) Straftritt Parkinson; 10:5 (14.) V von Grumbkow + Erhöhung Parkinson; 17:5 (19.) V Otto + E Parkinson; 17:8 (31.) S Guedes; 24:8 (40.) V Poppmeier + E Parkinson; 31:8 (42.) Strafversuch und E Parkinson; 36:8 (50.) V Otto; 36:13 (53.) V Diniz; 43:13 (55.) V Otto + E Parkinson; 43:20 (58.) V Noronha + E Guedes; 50:20 (70.) V van der Merwe + E Parkinson; 50:27 (82.) V + E Guedes; Zeitstrafen: Otto (80.)/T. Appleton (41.).

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Unser Nationalteam kämpft um den Klassenverbleib

Am Samstag, den 27. Februar 2016, um 14.30 Uhr steht für die deutsche Rugby-Nationalmannschaft das entscheidende Spiel des Jahres 2016 auf dem Programm. Im Rudolf-Kalweit-Stadion von Arminia Hannover am Bischofsholer Damm 119 ist Portugal der Spielpartner in der Europameisterschafts-Division 1A. Die deutsche Mannschaft ist Tabellenletzter mit einem Wertpunkt, die Portugiesen sind Vorletzter mit fünf Wertpunkten. Das Hinspiel im Februar 2015 endete mit 11:3 für die Iberer. Das heißt: Nur wenn Deutschland gewinnt, ist der Klassenverbleib noch möglich, im Falle einer Niederlage stünde der Abstieg fest.

Die beiden Nationaltrainer Kobus Potgieter und Pieter Jordaan haben mit Hilfe der Wild Rugby Academy alles unternommen, um die bestmögliche Mannschaft auf den Rasen senden zu können. Noch nie ist eine deutsche Nationalmannschaft so umfangreich und aufwändig vorbereitet worden. Den Testspielen im Sommer 2015 gegen den Penguin IRFC und Stade Rochelais Atlantique folgten zwei Länderspiele in Brasilien sowie die vier Spiele des Heidelberger Ruderklub in der Qualifikation zum European Challenge Cup (das Nationalteam ist beinahe identisch mit der HRK-Mannschaft). Die beiden Mannschaften sind in der Weltrangliste von World Rugby (22. Februar 2016) Nachbarn: Deutschland liegt mit 56,69 Punkten auf Rang 26, Portugal mit 56,34 Punkten auf Rang 27. Es geht für unser Team aber auch darum, seinen Platz zu behaupten.

Die Freunde der deutschen Rugby-Nationalmannschaft haben das Nationalteam anlässlich dieses EM-Spiels durch die Finanzierung eines gemeinsamen Abendessens zum Abschluss der Vorbereitungen am 25. Februar 2016 in Dossenheim bei Heidelberg unterstützt. Nun wünschen wir unserem Team viel Glück und den ersten Erfolg in der EM-Saison 2014 bis 2016.

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In Bestbesetzung nach Sotschi

Die deutsche Rugby-Nationalmannschaft hat gestern die Reise nach Sotschi zum zweiten Rückrundenspiel in der Europameisterschaft gegen Russland am Samstag um 12 Uhr (MEZ) nahezu in Bestbesetzung angetreten. So kann Nationaltrainer Jacobus Frederik Potgieter (Heidelberg) wieder auf den genesenen Kapitän Sean Armstrong sowie auf die bei der 7:59-Niederlage in Georgien verhinderten Innendreiviertel Clemens von Grumbkow, Hakler Alexander Widiker und Erste-Reihe-Stürmer Arthur Zeiler (alle Heidelberger RK) zurückgreifen. Auch alle bei französischen Klubs tätigen Profis sind diesmal zum Einsatz für ihre Nationalmannschaft freigegeben worden – so wie sich das unter Gentlemen im internationalen Sport gehört.

DRV-Vizepräsident Hans-Joachim Wallenwein (Dossenheim), hatte das Freistellungsgebahren der französischen Vereine und die fehlende Unterstützung durch den kontinentalen Verband Rugby Europe deutlich kritisiert: „Es gibt eigentlich klare internationale Regelungen. Rugby Europe hat uns in dieser Sache aber noch nie wirklich unterstützt. Die Spieler werden von den Vereinen unter Druck gesetzt, und der Europäische Verband sieht sich nicht in der Lage, bei EM-Spielterminen der Nationalmannschaften spielfreie Wochenenden zu ermöglichen.“

Gegen die Russen, gegenwärtig Tabellendritter der EM-Division 1A, erhoffen sich die Deutschen ein deutlich besseres Spielergebnis als vor Wochenfrist beim Spitzenreiter Georgien. Das Hinspiel am 14. Februar 2015 in Pforzheim gewannen die Russen mit 46:22, waren aber erst während der letzten 30 Minuten deutlich besser. Seither haben die Deutschen im Landesleistungszentrum Heidelberg viel gemeinsam trainiert und zahlreiche Vorbereitungsspiele bestritten. Ein gutes Ergebnis könnte das Selbstvertrauen vor dem vorentscheidenden Heimspiel am 27. Februar in Hannover gegen Portugal stärken. Dann heißt es: Gewinnen oder absteigen.

Auf der obersten Ebene des europäischen Rugbys, im renommierten Sechs-Nationen-Turnier, wird am Wochenende der zweite Spieltag ausgetragen. Alle drei Spiele werden live bei France 2 und BBC/ITV übertragen, was die Wirte in den Irish Pubs der Kurpfalz diebisch freut. Am Samstag um 15.30 Uhr möchte Frankreichs neu formierte Fünfzehn ihren zweiten Heimsieg landen, der Gegner heißt allerdings Irland und ist der Titelverteidiger. Um 18 Uhr hat Wales, das seine Stärke beim 16:16 in Irland bewiesen hat, sein Heimspieldebüt gegen Schottland, ehe am Sonntag um 15 Uhr Italien im Olympiastadion von Rom gegen England seine gute Leistung von Paris verbessern möchte.

Deutschland: Kapitän Sean Armstrong, Kehoma Brenner, Benjamin Danso, Jarrid Els, Samy Füchsel, Jacobus Otto, Michael Poppmeier, Hendrik van der Merwe, Clemens von Grumbkow, Alexander Widiker, Arthur Zeiler (Heidelberger RK), Eric Marks (RC Aachen), Mark Sztyndera (SC Frankfurt 1880), Marcus Bender (TSV Handschuhsheim), Robert May, Oliver Paine, Jörn Schröder, Carlos Soteras-Merz, Jeremy Te Huia (TV Pforzheim), Dale Garner (Luctonians RFC), Tim Menzel (RC Strasbourg), Christopher Hilsenbeck (US Colomiers), Damien Tussac (RC Montauban), Tomás van Gelderen (SC Neuenheim), Pascal Fischer (Hannover 78).

mah/cpb


Deutschland lag kurz in Führung, doch Georgien siegte 59:7

Zum Rückrundenauftakt der Rugby-Europameisterschaft gab es für die deutsche Nationalmannschaft in Tiflis nichts zu holen. Gegen Titelverteidiger Georgien setzte es eine 7:59 (7:26)-Niederlage. Damit rangiert die Fünfzehn des Deutschen Rugby-Verbandes in der Division 1A weiterhin auf dem sechsten Tabellenplatz und ist vom Abstieg bedroht.

Dabei legte die deutsche Mannschaft vor 2500 Zuschauern im Avtchala-Stadion los wie die Feuerwehr. Bereits in der siebten Spielminute gelang Schlussspieler Oliver Paine nach einem geblockten Kick der Georgier und einem 50-m-Sprint der erste Versuch zur 5:0-Führung. Der ebenfalls für Pforzheim in der Bundesliga spielende Innendreiviertel Carlos Soteras-Merz baute die Führung mit einer Erhöhung auf 7:0 aus. In der 13. Minute gelang den Hausherren durch den ersten von insgesamt neun Versuchen und der ersten von sieben Erhöhungen des vortrefflichen Lasha Malaghuradze der schnelle Ausgleich.

Doch davon ließ sich die Mannschaft von Nationaltrainer Kobus Potgieter (Heidelberg) nicht entmutigen und griff beherzt an. Durch Kicks versuchten seine Spieler, die georgische Defensive unter Druck zu setzen und hatte in der 15. Minute die Chance auf die erneute Führung. Doch Soteras-Merz setzte einen Straftritt neben die Stangen. Bis zur 26. Minute hielt die DRV-Fünfzehn mit Kicks und sicherem Passspiel die Partie offen, ehe das Unheil seinen Lauf nahm. Nach einer verpassten Einlaufchance der Deutschen konterte Georgien eiskalt und ging mit 14:7 in Führung. Bis zur Pause baute der Titelverteidiger die Führung auf 26:7 aus. Besonders der Sturm der „Lelos“ überzeugte und buchte alle Versuche der ersten Halbzeit auf sein Konto.

In der zweiten Hälfte fingen die Hausherren damit an, womit sie im ersten Durchgang aufgehört hatten und zeigten, warum ihr Sturm Weltniveau hat. In der Hintermannschaft spielerisch nicht überzeugend, drückten die physisch und athletisch imposanten georgischen Stürmer dem Spiel ihren Stempel auf. Mit zunehmender Spieldauer schwanden der deutschen Nationalmannschaft immer mehr die Kräfte. Erschwerend kamen zwei gelbe Karten für Samy Füchsel (46. Minute/einbrechendes Gedränge) und Oliver Paine (65. Minute/Versuch regelwidrig verhindert) hinzu, die zehnminütige Strafzeiten bedeuteten.

Für Deutschland ist die Niederlage zu verschmerzen, da die zum Klassenverbleib notwendigen Punkte in den Heimspielen gegen Portugal in Hannover und gegen Spanien in Köln erobert werden sollen. Ob diese Rechnung aufgeht? Am Samstag in Sotschi gegen Russland möchte Kobus Potgieter eine nominell stärkere Mannschaft aufbieten und einige Stammkräfte aufbieten, die gegen Georgien gefehlt haben. Wieder einmal haben die französischen Vereine den ausländischen Nationalspielern die Freigabe verweigert, was ein klarer Regelverstoß ist, den Rugby Europe seit Jahren duldet.

Deutschland: Paine (TV Pforzheim) – Fischer (Hannover 78), Soteras-Merz (Pforzheim), Bosch (SO Nevers, 78. van Gelderen/SC Neuenheim), van der Merwe (Heidelberger RK) – Te Huia (Pforzheim, 59. Koch/SC Germania List), Mathurin (HRK, 52. Schösser/Aberdeen RFC) – Otto (HRK, 65. Marks/RC Aachen), May (Pforzheim), Els (HRK) – Poppmeier (Kapitän/HRK), Danso (HRK, 74. Behrendt/FC St. Pauli) – Füchsel (HRK, 59. Oltmann/USA Perpignan), Garner (Stourbridge RFC), Schröder (Pforzheim, 41. Howells/CA St. Etienne).

Schiedsrichter: Burlet (Belgien); RU-Delegierter: Meersman (Belgien); Zuschauer: 2500; Punkte: 0:7 (6.) Versuch Paine + Erhöhung Soteras-Merz; 7:7 (13.) V Gorgodze + E Malaghuradze; 14:7 (26.) V Nariashvili + E Malaghuradze; 19:7 (32.) V Nemsadze; 26:7 (40.) V Peikrishvile + E Malaghuradze; 33:7 (53.) V Tkhiliashvili + E Malaghuradze; 40:7 (61.) V Lomidze + E Malaghuradze; 47:7 (69.) V Lomidze + E Malaghuradze; 54:7 (73.) V Zhvania + E Malaghuradze; 59:7 (83.) V Suliashvili; Zeitstrafen: -/Füchsel (46.), Paine (67.).


Dank für großzügige Zuwendung

Die Freunde der deutschen Rugby-Nationalmannschaft bedanken sich bei ihrem Mitglied Thomas Kruse aus Bocholt sehr herzlich für eine großzügige Spende. Herr Kruse hatte an der U16/U18-Trainerkonferenz in Riepenburg/Hameln teilgenommen und ist von der großartigen Arbeit unserer beiden U18-Nationaltrainer Jan Ceselka (Heidelberg) und Christian Lill (Berlin) begeistert. Die Spende wird zur Förderung unserer U18-Nationalmannschaft verwendet werden.


Hohe Auszeichnung für “Freund” Rolf Keppler

Rolf Keppler von der SG Eintracht Frankfurt, von Beginn an Mitglied der Freunde der deutschen Rugby-Nationalmannschaft, langjähriger Vorsitzender des Hessischen Rugby-Verbandes (HRV) und langjähriger Rechnungsprüfer des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV), ist von Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet worden.

Die Freunde der deutschen Rugby-Nationalmannschaft gratulieren Rolf Keppler herzlich zu dieser hohen Auszeichnung und sind stolz, ihn in ihren Reihen zu haben.


Der zweite Sieg in Brasilien

Die deutsche Rugby-Nationalmannschaft schloss ihre Tournee mit einem 31:7-Erfolg ab

Mit zwei Siegen aus zwei Spielen kehrt die deutsche Rugby-Nationalmannschaft von ihrer Länderspielreise aus Brasilien zurück. Nach dem 29:12-Sieg in Blumenau am 28. November steigerte sich die Fünfzehn des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV) im zweiten Aufeinandertreffen mit den Südamerikanern und gewann mit 31:7 (13:7) im Fußball-WM-Stadion Estadio do Pacaembu von Sao Paulo.

Lohn der harten Arbeit: Dank eines Sieges mit mehr als 15 Punkten Differenz schob sich Deutschland an EM-Gegner Portugal auf Rang 26 der Weltrangliste vorbei.

Deutschland erwischte einen dynamischen Start und konnte bereits nach sechs Minuten dank mehrerer Angriffswellen durch einen Straftritt von Verbindungshalb Raynor Parkinson mit 3:0 in Führung gehen. In der Frühphase des Spiels war die deutsche Mannschaft hellwach und setzte die Brasilianer immer wieder mit cleveren Kicks tief in der eigenen Hälfte unter Druck. Vor allem im Gassenspiel konnten die schweren Männer im deutschen Sturm überzeugen. Die präzisen Einwürfe von Hakler Dale Garner und die starken Fänger Michael Poppmeier und Jarrid Els, welche den Deutschen die Lufthoheit sicherten, bildeten ein ums andere Mal eine stabile Plattform für das deutsche Angriffsspiel.

Aus dem traditionell starken Paket heraus gelang folglich auch der erste Versuch für Deutschland durch Flankenstürmer Jacobus Otto, den der gewohnt treffsichere Schlussmann Parkinson aus schwieriger Position erhöhte. In der Folge boten die beiden Teams den 10 640 Zuschauern schnelles und attraktives Rugby, bei dem sich die Brasilianer im Gedränge überlegen zeigten und diesen Vorteil kurz vor der Halbzeit in einen Strafversuch ummünzen konnten. Eine weitere Regelwidrigkeit, dieses Mal ein hohes Tackling an Parkinson auf Seiten der Brasilianer, bestrafte der Gefoulte postwendend zum 13:7-Halbzeitstand.

In der zweiten Halbzeit geriet das deutsche Gedränge zunehmend unter Druck. Doch es waren die cleveren Deutschen, die dank zweiter Straftritte von Jeremy Te Huia, der den an der Schulter verletzten Parkinson am Kickhütchen vertrat, die Führung auf 19:7 ausbauten. Insgesamt war die DRV-Fünfzehn aktiver, ließ bei weiten Angriffen aber die nötige Durchschlagskraft vermissen. So dauerte es bis kurz vor Schluss, ehe die Deutschen durch einen Doppelschlag von Jacobus Otto und Pascal Fischer sowie durch eine Erhöhung von Te Huia den 31:7-Endstand herstellte.

Nationaltrainer Kobus Potgieter (Heidelberg) war nach der Partie jedoch noch nicht zufrieden: „Wir haben die Woche über gut gearbeitet, haben es auf dem Feld aber noch nicht so umgesetzt, wie wir uns das vorgestellt haben. Gerade in den Situationen, in denen wir dominieren und uns verbessert zeigen wollten, haben wir das leider nicht hinbekommen. Letztendlich haben wir das Spiel aufgrund unserer größeren individuellen Klasse gewonnen. Alles in allem war die Länderspielreise eine super Erfahrung für das gesamte Team und wird ein enorm wichtiger Baustein für die Mission Klassenverbleib in der Rückrunde der Europameisterschaft sein.“

Bereits am Samstag geht es für einen Großteil der Nationalspieler auf internationalem Parkett weiter. Dann tritt der Heidelberger Ruderklub in der Qualifikation zum European Challenge Cup beim italienischen Erstligisten und aktuellen Tabellenvierten Rugby Mogliano an und möchte den zweiten Sieg im zweiten Spiel landen, um die Chancen auf den Gruppensieg und somit auf die Teilnahme am Challenge Cup 2016/17 zu erhalten.

Deutschland: Parkinson (Heidelberger RK, 41. Sztyndera/SC Frankfurt 1880) – Fischer (Hannover 78), Soteras-Merz (TV Pforzheim), Bosch (HRK), Harris (SC Neuenheim) – Te Huia (Pforzheim), Armstrong (Kapitän, HRK) Otto (HRK), Els (HRK), Brenner (HRK) – May (Pforzheim, 80. Danso/HRK), Poppmeier (HRK) – Füchsel (HRK, 71. Schröder/Pforzheim), Garner (Luctonians RFC), Zeiler (HRK, 36. Bender/TSV Handschuhsheim).

Punkte Deutschland: Otto (10), Parkinson, Te Huia (jeweils 8), Fischer (5); Zeitstrafen: Brenner (52./Spätes Tackle), Garner (80./Bodycheck).

Von Matthias Hase


Unser Nationalteam distanziert Brasilien deutlich

Nach dem 29:12-Erfolg im Frühling von Blumenau klettert die deutsche Fünfzehn in der Weltrangliste auf Platz 27

Erfolgreicher Tourneeauftakt der deutschen Rugby-Nationalmannschaft: Im ersten von zwei Testspielen gewann die deutsche Fünfzehn mit 29:12 (12:9) Punkten vor 4000 Zuschauern in Blumenau gegen Brasilien. Lohn der Mühen: Deutschland klettert in der Weltrangliste von World Rugby um drei Plätze auf Position 27. Damit nähert sich die Mannschaft von Nationaltrainer Kobus Potgieter (Heidelberg) bis auf drei Plätze ihrer Topposition aus dem Mai 2014.

Der Sieg wirkt wie ein Brustlöser bei den deutschen Spielern, datierte der letzte Erfolg in einem Länderspiel doch aus dem Mai 2014, als die Deutschen im WM-Qualifikationsspiel gegen die Niederlande mit 17:7 in Amsterdam die Oberhand behalten hatten.

Auch im Estádio Monumental do Sese zeichnete sich zur Halbzeit eine enge Partie ab. Mit lediglich drei Punkten Vorsprung ging die DRV-Auswahl in die Kabine. Dabei zeigte sich, dass die deutschen Spieler mit den Reisestrapazen und mit der hohen Luftfeuchtigkeit des brasilianischen Frühlings zu kämpfen hatten. Aber auch Brasiliens Team zeigte sich – wie von Potgieter im Vorfeld erwartet – als kämpferisch und physisch gut aufgestellter Gegner.

Besonders zur Mitte der zweiten Halbzeit schien der deutschen Mannschaft aufgrund der klimatischen Bedingungen die Luft auszugehen. Doch aus einer sicher zupackenden Verteidigung heraus ließ man die Brasilianer nicht näher als sieben Punkte herankommen (19:12), ehe die Deutschen einen doch deutlichen Sieg einfuhren. Besonders in der Verteidigung verdienten sich die deutschen Spieler Bestnoten. Sie gestatten den Brasilianern lediglich vier Straftritte und hielten die Gastgeber das ganze Spiel über vom Malfeld fern.

Deutschlands Kapitän Sean Armstrong, der sich von der Kulisse in Blumenau beeindruckt zeigte, attestierte den Brasilianern eine gute Leistung. „Es war ein sehr hartes Spiel in dem wir für unseren Erfolg richtig arbeiten mussten“, sagte der DRV-Skipper. Seine Fünfzehn trat mit acht Neulingen im Kader an. „Deutschland war die bessere Mannschaft, aber nicht so stark wie erwartet. Sie spielen in Europa gegen Topteams wie Portugal und Georgien. Dafür haben wir sehr gut mitgehalten. Für uns war dieses Spiel ein wichtiger Schritt in der Vorbereitung auf unser erstes Spiel in die Südamerika-Meisterschaft gegen Kolumbien“, zog Brasiliens Trainer Carlos Rodolfo Ambrosio sein Fazit.

Die deutsche Mannschaft erzielte ihre Punkte durch Robert May, Dale Garner und Pascal Fischer (jeweils fünf) sowie Kicker Raynor Parkinson (14). Das zweite Spiel findet am Samstag statt.

Deutschland: Parkinson (Heidelberger RK) – Van der Merwe (HRK), Bosch (HRK), Soteras-Merz (TV Pforzheim), Sztyndera (SC Frankfurt 1880) – Te Huia (Pforzheim), Armstrong (Kapitän/HRK) – Els (HRK), May (Pforzheim), Otto (HRK) – Poppmeier (HRK), Danso (HRK) – Zeiler (HRK), Garner (Luctonians RFC), Füchsel (HRK). – In Reserve: Cowan (Richmond RFC), Schröder (Pforzheim), Marks (RC Aachen), Bender (TSV Handschuhsheim), Lehmann (RC Rottweil), Fischer (Hannover 78), Van Gelderen (SC Neuenheim), Paine (Pforzheim).

Von Matthias Hase


Jonah Lomu ist gestorben

Zum Tode des neuseeländischen Rugby-Nationalspielers, Vize-Weltmeister 1995 mit den All Blacks, hat das Nachrichtenmagazin Der Spiegel folgenden lesenswerten Artikel veröffentlicht

Jonah-Lomu


Rugby-Kalender 2016 zugunsten unserer Nationalteams

Zum zweiten Mal hat der renommierte Sportfotograf Jürgen Kessler aus dem hessischen Karben, seit Jahren Mitarbeiter der RNZ-Sportredaktion und ständiger Begleiter der deutschen Nationalteams, einen Rugby-Kalender herausgegeben.

Kalender2016 Der Kalender 2016 ist bei allen Bundesligaspielen auf dem Heidelberger Museumsplatz im Deutschen Rugby-Sportmuseum erhältlich und kann per E-Mail bei Jürgen Keßler bestellt werden. Der Verkaufspreis ist 14,90 Euro. Drei Euro pro Kalender fließen dem Verein „Freunde der deutschen Rugby-Nationalmannschaft e.V.“ zu und damit direkt in die Leistungsförderung der Fünfzehnerrugby-Nationalteams.

CPB/Foto: Jürgen Keßler


Gegen La Rochelle viel Lehrgeld bezahlt

Unsere Nationalmannschaft verlor Testspiel in Heidelberg mit 10:66

Experten hatten vor dem Testmatch der deutschen Rugby-Nationalmannschaft am Tag der deutschen Einheit gegen Atlantique Stade Rochelais, nach fünf Spieltagen Tabellenzwölfter der französischen Top 14-Liga, mit einer Niederlage von 30 Punkten Differenz gerechnet. 3:28 stand es schon zur Pause, und beim Schlusspfiff des Schiedsrichters Frank Himmer (Hannover) hatten die flinken Franzosen von der Atlantikküste mit 10:66 gewonnen und ihr einwöchiges Trainingslager, das auf Einladung der Wild Rugby Academy realisiert wurde, mit einer eindrucksvollen Demonstration dessen beendet, was man unter modernem Rugby versteht.

Dazu braucht man Kraft, Ausdauer, Spielwitz, technisches Können und taktisches Verständnis (bei allen!) – und schnelle Beine. Die hatten die Franzosen und ihre Spielkameraden aus Australien, Fidschi, Neuseeland, Samoa und Tonga, wo die auffälligsten Profis aus La Rochelle ihr Rugby erlernt hatten.

Der ASR, bei dem Deutschlands Teammanager Robert Mohr neun Jahre lang als Kapitän seine Croissants verdient hatte, legte mit voller Wucht los und erzielte den ersten von zehn Versuchen nach vier Minuten. U23-Außendreiviertel Martin Carré (4. und 70. Minute), der 31-jährige Verbinder Fabien Fortassin, in der letzten Saison mit Tarbes und 401 Punkten Topscorer der zweiten Liga (16.), die Flankenstürmer Benoit Guyot (31.) und Zeno Kieft (40., 55.), Letzterer aus Hollands Siebenerrugby-Team, der kanonenkugelartige Innendreiviertel Pierre Aguillon (61., 78.), der pfeilschnelle australische U20-Nationalspieler Alex Northam (67.) und der 108-kg-Hakler Benjamin Geledan (76.) trugen sich in die Scorerliste ein. Die acht Erhöhungen steuerten Fortassin (4) und der australische Siebenerrugby-Spezialist Zack Holmes (4) bei.

Die deutsche Fünfzehn, in der die aus Südafrika stammenden Dritte-Reihe-Stürmer Jacobus Otto und Jarrid Els ein Hoffnung spendendes Debüt gaben, hielt 30 Minuten lang bei allerdings klarer Unterlegenheit in den Kontaktsituationen gut mit, war dann aber nicht mehr mit allen 15 Spielern der Dynamik, Wucht und Rasanz der Gegenspieler gewachsen.

Die zweite Halbzeit, in der man sich ein energisches Aufbäumen der Deutschen erhofft hatte – sie spielten schließlich in ihrem „Wohnzimmer“ Fritz-Grunebaum-Sportpark und hätten ihren Ehrgeiz vor einer großen Zuschauerkulisse beweisen können, war zum Vergessen. Kraft und Stehvermögen ließen zu rasch nach. Und die vielen Einwechslungen, die den Trainern Kobus Potgieter, Pieter Jordaan und Neil Foote wertvolle Erkenntnisse hätten bringen sollen, führten zu einem totalen Zusammenbruch der Ordnung in der Defensive und zu sechs Versuchen der Franzosen, die auf allzu simple Weise herausgespielt wurden. Dem eingewechselten Tomás van Gelderen glückte der Ehrenversuch zum 8:40 (65.). Christopher Hilsenbeck traf mit einem frühen Straftritt zum 3:7 und mit der Erhöhung, ist auf dem Verbinderposten aber keine ideale Besetzung.

Nach diesem Match, der achten deutschen Niederlage im achten Spiel seit Mai 2014, vor einer Brasilien-Tournee im Herbst und den fünf Rückspielen in der höchsten Liga der Europameisterschaft wissen die drei Coaches nun immerhin, auf wen sie wirklich bauen können.

Die Freunde der deutschen Rugby-Nationalmannschaft haben ihr Team mit einer finanziellen Zuwendung unterstützt und damit dafür gesorgt, dass die gesamte Mannschaft am Tage vor dem Spiel ein gemeinsames teambildendes Mittagessen im Casino des Olympiastützpunkts Rhein-Neckar einnehmen konnte.

Deutschland – Atlantique Stade Rochelais 10:66 (3:28), Deutschland: Raynor Parkinson (Heidelberger RK) – Sam J. Harris (SC Neuenheim), Clemens von Grumbkow (HRK), Mark Sztyndera (SC Frankfurt 1880), Hendrik van der Merwe (HRK) – Christopher Hilsenbeck (US Colomiers), Sean Armstrong (Kapitän/HRK) – Timo Vollenkemper (HRK), Jarrid Els (HRK), Jacobus Otto (HRK) – Eric Marks (RC Aachen), Robert May (TV Pforzheim) – Chris Howells (SC Graulhet), Alexander Widiker (HRK), Arthur Zeiler (HRK). – Eingewechselt: Mikael Tyumenev (RC Strasbourg), Dale Garner (Luctonians RFC), Lukas Hinds-Johnson (RK 03 Berlin), Falk Duwe (RK 03 Berlin), Kehoma Brenner (HRK), Tim Menzel (RC Strasbourg), Max Calitz (Tuks RFC), Jamie Murphy (Newport RFC), Nicolas Müller (Hannover 78), Tomás van Gelderen (SC Neuenheim).

La Rochelle: Lapeyre – Carré, Hingano, Barrague, Herry – Fortassin, Audy – Kieft, Amosa, Guyot – Lagrange, Eaton – Kaulashivili, Gau, Synaeghel. – Eingewechselt: Geledan, Corbel, Tanguy, Gourdon, Seneca, pelo, Le Bail, Holmes, Aguillon, Northam, Lacroix, Meron.

Schiedsrichter: Himmer (Hannover); Seitenrichter: Pickert (Marburg) und Forstmeyer (Heidelberg); Zuschauer: 1281; Punkte: 0:7 (4.) Versuch Carré + Erhöhung Fortassin; 3:7 (8.) Straftritt Hilsenbeck; 3:14 (19.) V + E Fortassin; 3:21 (31.) V Herry + E Fortassin; 3:28 (40.) V Kieft + E Fortassin; 3:33 (55.) V Kieft; 3:40 (61.) V Aguillon + E Holmes; 10:40 (65.) V van Gelderen + E Hilsenbeck; 10:47 (67.) V Northam + E Holmes; 10:54 (70.) V Carré + E Holmes; 10:59 (76.) V Geledan; 10:66 (78.) V Aguillon + E Holmes.


Dank an Peter Caracciolo

Der Vorstand der Freunde der deutschen Rugby-Nationalmannschaft e.V. bedankt sich herzlich bei seinem Mitglied Peter Caracciolo aus Wiesloch für eine bedeutende Zuwendung, die satzungsgemäß verwendet wird.


Mitgliederversammlung am 21. November in Heidelberg

Die Ordentliche Mitgliederversammlung der Freunde der deutschen Rugby-Nationalmannschaft e.V. findet am Samstag, den 21. November 2015, um 11 Uhr im Klubhaus-Restaurant “Zur blauen Quetsch” des Sportclub Neuenheim 02 in 69120 Heidelberg-Neuenheim, Tiergartenstraße 7 statt.

Die Mitglieder des Vereins erhalten eine Einladung per Email oder Post. Die Versammlung ist öffentlich.

Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Neuwahlen für den Vorstand und die beiden Kassenprüfer sowie eine vom Vorstand beantragte Satzungsänderung. Der Vorstand möchte künftig neben der Männer-Nationalmannschaft auch die Nachwuchsteams U19 und U18 mit Mitteln des Vereins fördern und benötigt dafür die satzungsgemäße Legitimation.

Claus-Peter Bach, Vorsitzender


Wir bitten die Freunde der deutschen Rugby-Nationalmannschaft um eine rege Teilnahme an der Ordentlichen Mitgliederversammlung.

Trauer um Nationalspieler Peter Heller

Der Rugbysport trauert um einen der besten deutschen Spieler aller Zeiten. Peter Heller vom TSV Handschuhsheim ist am 16. Juli nach langer Krankheit im Alter von 66 Jahren verstorben und wurde im Ruhehain in Reichartshausen beigesetzt.

Peter Heller war ein liebenswürdiger, eher stiller Mensch mit familiären Wurzeln im Odenwald, den seine Sportkameraden aufgrund seiner mächtigen Gestalt und urwüchsigen Kraft bewundernd „Yeti“ nannten. Er spielte zunächst Fußball, war in der Volksschule ein Klassenkamerad des Nationalmannschafts-Managers Hans-Joachim Wallenwein und kam Mitte der 1950-er Jahre zum TSV-Rugby an den Neckarkanal, wo er zu einem herausragenden Stürmer reifte. Der Fernmeldetechniker erreichte mit seinem Verein 1978 das deutsche Pokalendspiel, das gegen den SV 1908 Ricklingen mit 0:6 verloren wurde.

Peter Heller war Kapitän der badischen und süddeutschen Auswahlen und bestritt 1971 gegen Belgien (27:9) in der zweiten Sturmreihe das erste seiner 35 Länderspiele, in denen der kampfstarke Stürmer stets als Vorbild auftrat. Wer die Ehre hatte, an seiner Seite zu spielen, durfte sich beschützt fühlen. Er gehörte dem Nationalteam bis 1984 an und feierte seinen größten Erfolg am 12. November 1972 im Dinamo-Stadion von Bukarest, als Vizeeuropameister Rumänien mit 11:10 Punkten besiegt wurde.

Für seine sportlichen Verdienste dankte der DRV ihm mit dem Goldenen Rugbyball. CPB


DHL unterstützt die “Freunde der deutschen Rugby-Nationalmannschaft”

Vom 17. bis zum 19. April 2015 hatte der Webb Ellis Cup auf seiner Reise von Neuseeland nach Twickenham eine Rast in Heidelberg eingelegt und war dabei von Heidelbergs Bürgermeister Wolfgang Erichson im Rathaus, im Landrover-Autohaus Geisser in Mannheim von den Spielern der Heidelberger Bundesliga-Vereine, von den Kindern beim SAS Institute Junior-Cup auf dem Sportplatz des TSV Handschuhsheim und von den Kurfürsten der Pfalz auf dem Heidelberger Schloss empfangen worden. Höhepunkte der Rugby World Cup Trophy Tour war ein Dinner, das die “Freunde der deutschen Rugby-Nationalmannschaft” am 18. April 2015 im Spiegelsaal der historischen “Molkenkur” ausgerichtet hatten. DHL und Landrover waren die Sponsoren der RWC Trophy Tour.

Nun hat sich DHL bei den “Freunden der deutschen Rugby-Nationalmannschaft” für den denkwürdigen Abend in frühsommerlichem Ambiente bedankt und eine sehr großzügige Spende zur Förderung der Vereinszwecke überwiesen. Der Vorstand der “Freunde der deutschen Rugby-Nationalmannschaft” dankt DHL für die großartige Unterstützung und wünscht der VIII. Rugby-Weltmeisterschaft 2015 in England einen guten Verlauf.


Hübsche Rugby-Show gegen die Pinguine

Die deutsche Nationalmannschaft drehte groß auf und zeigte beim 35:45 eine gute Leistung

Die deutsche Rugby-Nationalmannschaft hat die Saison 2014/15 mit einer 35:45 (14:19)-Niederlage gegen den Penguin International Rugby Football Club abgeschlossen. 500 Zuschauer im Heidelberger Fritz-Grunebaum-Sportpark erlebten eine kurzweilige Partie zweier offensiv eingestellter Mannschaften und insgesamt zwölf – teilweise brillant herausgespielte – Versuche und spendeten begeistert Szenenapplaus. Das Spiel machte Appetit auf weitere Vorstellungen des Nationalteams.

Die beiden deutschen Nationaltrainer Kobus Potgieter und Pieter Jordaan erprobten gegen die mit Akteuren aus sieben Nationen zusammengestellte Weltauswahl der Pinguine im Hinblick auf die schweren Aufgaben in der Europameisterschafts-Rückrunde 2016 viele junge Kräfte aus den Bundesliga-Vereinen. „Ich habe gesehen, was ich sehen wollte“, sagte Potgieter nach einem abwechslungsreichen und flotten Match, dessen Tempo weit über dem der Bundesliga lag. Insofern war es erstaunlich, wie gut die Deutschen die körperliche Belastung am Samstagabend bei schwüler Sommerhitze meisterten.

Deutschland Dev. - Penguins RFC

Die Gewinner des Spiels sind Spielmacher Raynor Parkinson, der nach schwerer Knieverletzung wieder in Form ist, Außendreiviertel Hendrik van der Merwe nach seiner besten Vorstellung im schwarz-rot-gelben Trikot, Gassenspezialist Max Reinhard, der soeben der U18-Nationalmannschaft entwachsen ist, und die beiden als Innendreiviertel harmonierenden Hannoveraner Pascal Fischer und Nicolas Müller, der aus einer prominenten Lindener Rugby-Familie stammt. Opa Harald („Kerze“) hat sich in den 1960-er Jahren beim TSV Victoria einen Namen gemacht, Vater An-dreas zwanzig Jahre später im U18-Nationalteam bei der EM in Genf und später als sachkundiger Jugendförderer.

Die deutsche Auswahl musste sich erst an die Wucht und Dynamik der Briten, Neuseeländer und Südafrikaner gewöhnen und geriet nach 20 Minuten mit 0:19 in Rückstand. Doch als Edelfan Dietrich Keller, der Basketball-Olympiastar von 1972, eingetroffen war und „auf jetzt!“ gerufen hatte, lief die Mannschaft zu Hochform auf und legte fünf Versuche durch Kapitän Tim Menzel, Hendrik van der Merwe (2), Raynor Parkinson und Pascal Fischer, so dass beim 35:24 nach 60 Minuten sogar Siegeshoffnungen keimten. Die zerstörten die eingewechselten Super-Pinguine Paddy Lavelle und Ali Harris, die gemeinsam 21 Punkte folgen ließen.

Die Penguins hatten den 39-jährigen Neuseeländer Caine Elisara, ehemaliger Meisterspieler in Regina/Saskatchewan und beim Heidelberger Ruderklub, zum Mitspielen eingeladen, der den Versuch zum 28:24 erzielte. Beim abendlichen Bankett der beiden Teams lobte Vizepräsident David Townsend (London) die Fortschritte der deutschen Mannschaft und kündigte an, zu den Spielen der Pinguine gegen die Universitäten von Cambridge und Oxford künftig auch deutsche Nationalspieler zu berufen.

Das Spiel der deutschen Auswahl gegen den Penguin IRFC wurde vom RBW, den Freunden der deutschen Rugby-Nationalmannschaft und der Wild Rugby Academy gemeinsam organisiert und finanziert. Wir bedanken uns herzlich bei allen Förderern, Sponsoren und Mitarbeitern. Die Pinguine spielten in den Trikots des RBW, weil ihre Ausrüstung erst einen Tag nach dem Spiel am Rhein-Main-Flughafen in Frankfurt/Main angekommen ist.

Deutschland Dev. - Penguins RFC

So spielten sie:

Freundschaftsspiel, Deutsche Auswahl – Penguin IRFC 35:45 (14:19), Deutsche Auswahl: Jeremy Te Huia (TV Pforzheim) – Hendrik van der Merwe (Heidelberger RK), Pascal Fischer (Hannover 78), Tomás van Gelderen (SC Neuenheim), David Schulz (TV Pforzheim) – Raynor Parkinson (HRK), Tim Menzel (Kapitän, USA Perpignan) – Felix Schippe (Hannover 78), Jarrid Els (HRK), Carsten Lang (RG Heidelberg) – Christian Hug (RGH), Jannis Läpple (SC Frankfurt 1880) – Samy Füchsel (HRK), Tom Behrendt (FC St. Pauli), Thore Schmidt (FC St. Pauli) – Eingewechselt: Benedikt Sabinarz (RK Heusenstamm), Sven Engelhardt (RC Rottweil), Benjamin Polheim (RK Heusenstamm), Eric Marks (RC Aachen), Max Reinhard (TSV Handschuhsheim), Gregor Hartmann (TSV Handschuhsheim), Elmar Heimpel (RG Heidelberg), Daniel Koch (SC Germania List), Nicolas Müller (Hannover 78), Jonas Malaizier (Heidelberger TV).

Penguin IRFC: Rory Steele (Watsonians RFC/Schottland) – Hubert Brown (Richmond RFC/England), Chris Lewis (Barnes RFC/England), Zandy McDonald (Oxford University/Südafrika), Tom Tombleson (Randwick RC/Südafrika) – Mark Sexton (St. Mary’s College Dublin/Irland), Harry Peck (Cambridge University/England) – Brian du Toit (Trinity College Dublin/Südafrika), Hugh Hogan (Kapitän, St. Mary’s College Dublin/Irland), Tom Preece (Saint Savin RFC/Irland) – Darren Oliver (Royal Air Force/England), Caine Elisara (Pickwick Players Holland/Neuseeland) – Stewart Maguire (London Scottish RFC/England), Richard Halpin (Watsonians RFC/Schottland), James Docherty (Richmond RFC/England) – Eingewechselt: Davy McGregor (Heriots FP/Schottland), Martin Christie (Watsonians RFC/Schottland), Richard Matthews (Barnes RFC/England), Tom Vaughan-Edwards (Richmond RFC/England), Ali Harris (Watsonians RFC/Schottland), Tom Halse (RC Hyères/Frankreich), Paddy Lavelle (Trinity College Dublin/Irland), Marcus Holden (Hilversum RUFC/Niederlande).

Schiedsrichter: Maxime Burlet (Belgien); Seitenrichter: So de Baere (Belgien) und Paul Moody (Belgien); Zuschauer: 600; Punkte: 0:7 (6.) Versuch Hogan + Erhöhung Steele; 0:14 (11.) V Tombleson + E Steele; 0:19 (20.) V Preece; 7:19 (27.) V Menzel + E Parkinson; 14:19 (33.) V van der Merwe + E Parkinson; 21:19 (46.) V Parkinson + E Menzel; 28:19 (48.) V Fischer + E Menzel; 28:24 (57.) V Elisara; 35:24 (60.) V van der Merwe + E Menzel; 35:31 (62.) V Lavelle + E Harris; 35:38 (66.) V Lavelle + E Harris; 35:45 (78.) V + E Harris. CPB


Die „Pinguine“ sind hohe Favoriten

Testmatch der deutschen Rugby-Auswahl am 6. Juni in Heidelberg gegen eine Weltauswahl

Ein sehr anspruchsvolles Freundschaftsspiel bestreitet die deutsche Rugby-Auswahl am morgigen Samstag um 18 Uhr in Heidelberg. Der Penguin International Rugby Football Club aus London ist zu Besuch im Fritz-Grunebaum-Sportpark.

Das Team des seit 55 Jahren bestehende Einladungsklubs setzt sich aus Rugbyspielern aller Länder zusammen und wartet in Heidelberg mit einer starken britisch-irischen Fraktion auf. Der Name Mark Sexton (St. Mary’s Dublin) hat dabei den größten Wiedererkennungswert, schließlich gewann Bruder Jonathan Anfang des Jahres mit der irischen Nationalmannschaft den Titel im Sechs-Nationen-Turnier. Liebhabern der olympischen Variante des Rugbys ist Tom Tombleson (Randwick) ein Begriff, denn er stand bereits im Kader der englischen Siebenerrugby-Nationalmannschaft. Mittlerweile ist er unter anderem Fitnesstrainer der englischen Fünfzehn.

Penguin-Gedrängehalb Harry Peck ist der Kapitän der Cambridge University in Heidelbergs Partnerstadt. Angeführt werden die Gäste vom erfahrenen Hugh Hogan (St. Mary’s Dublin), der sein Spielverständnis in der Leinster Academy an die junge Generation weitergibt. Mit dem Südafrikaner Zandy McDonald ist aber auch ein starker Spieler von der Südhalbkugel vertreten. Nicht zum ersten Mal in Heidelberg ist Caine Elisara (Pickwick Players Holland). Der Sturmführer mit den „Krakenarmen“ gewann als Spieler des Heidelberger Ruderklubs die deutschen Rugby-Meisterschaften 2010, 2011 und 2012.

Neben regelmäßigen Touren und Teilnahmen bei namhaften Turnieren wie den Hongkong Sevens hat der Penguin IRFC auch eine Coaching-Seite, die sich an verschiedensten Orten um Entwicklung und Förderung des Rugbysports kümmert. Etwa 500 Mitglieder machen dies durch jährliche Spenden möglich. Trainer Steve Hill (Richmond RFC) betont, dass den Pinguinen „viel daran liegt, den urtümlichen Geist unseres Sportes zu erhalten.“ Dies bedeutet, gemeinsam mit Spielern aus aller Welt in aller Welt Freude am Rugby zu haben, neue Erfahrungen auf und abseits des Platzes zu sammeln und die Touren als wertvolle Erlebnisse mitzunehmen.

Bei den ersten Trainingseinheiten hinterließen die „Pinguine“ einen sehr starken Eindruck, obwohl sich einige Spieler noch keinen Tag lang kannten; sie werden den Deutschen am Samstag alles abverlangen und sind Favorit. Das Perspektivteam der „Adler“ bietet jungen Talenten wie Felix Schippe (Hannover 78), Max Reinhard (TSV Handschuhsheim) und Eric Marks (RC Aachen) die Möglichkeit, sich unter Wettkampfbedingungen zu beweisen. Ein starkes Grundgerüst um Kapitän Sean Armstrong (Heidelberger RK), Debütant Jarrid Els und Verbinder Raynor Parkinson (beide HRK) führt die deutsche Auswahl an und kann Nationaltrainer Kobus Potgieter somit fundiertes Feedback geben, welche Akteure sich für weitere Aufgaben empfohlen haben.

Testspiel, Samstag, 18 Uhr: Deutsche Nationalmannschaft – Penguin International Rugby Football Club (Fritz-Grunebaum-Sportpark, Harbigweg).

 Deutschlands Kapitän Sean Armstrong führt sein Team gegen den Penguin IRFC aufs Feld. Foto: Jürgen Keßler


Deutschlands Kapitän Sean Armstrong führt sein Team gegen den Penguin IRFC aufs Feld. Foto: Jürgen Keßler


Die Pinguine flattern nach Heidelberg

Die Freunde der deutschen Rugby-Nationalmannschaft, ein 2013 gegründeter Verein zur Förderung der Nationalteams, veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Rugby-Verband Baden-Württemberg (RBW) und der Wild Rugby Academy (WRA) am 6. Juni in Heidelberg ein ganz besonderes Sportereignis, dessen Erlös den Nachwuchsteams U18 und U23 des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV) zufließen wird. An diesem Samstag um 18 Uhr spielt die deutsche Männer-Nationalmannschaft im Fritz-Grunebaum-Sportpark in Kirchheim gegen die Weltauswahl des Penguin International Rugby Football Club, der zum dritten Mal nach 2001 und 2002 ein Team in die deutsche Rugby-Hauptstadt entsenden wird.

Der Penguin IRFC wurde 1959 von den beiden Engländern Tony Mason und Alan Wright, dem Vizepräsidenten der Kent County Rugby Football Union, gegründet und hat seinen Sitz in der Londoner City. Alan Wright ist noch immer Präsident des Penguin Trust, der Trainerfortbildungen in aller Welt unterstützt.

Hauptziel des Klubs ist es, alljährlich Spitzenspieler aus aller Welt zu Gala-Spielen gegen Nationalmannschaften und starke Auswahlen einzuladen und so die Freundschaft im Weltrugby zu fördern. Auf diese Weise haben die Penguins bereits 71 Nationen bereist und dabei unter anderem 2001 den SAS Institute Grand Prix of Europe im Siebenerrugby in Heidelberg gewonnen. Ein Jahr später gastierten sie zur Einweihung der Süd-Tribüne im Fritz-Grunebaum-Sportpark mit einem Match gegen die deutsche Auswahl. Die „Pinguins“ spielen alljährlich gegen die Universitätsmannschaften von Cambridge und Oxford und nehmen regelmäßig an den Hongkong Sevens teil. Ihr Team für den 6. Juni wollen sie in Kürze bekannt geben.

Der Kartenvorverkauf beginnt am 15. Mai 2015 bei den angegebenen Vorverkaufsstellen sowie schriftlich an: eMail an Claus-Peter Bach

Info: Penguin Rugby

Plakat DRV-Penguins


Bürgermeister Erichson küsste den Rugby-Weltcup

Rugby World 2015-vaf

Foto: Alfred Gerold

„Heute ist der Weltcup in Heidelberg und wurde von den Talenten der baden-württembergischen Vereine bestaunt – welch großartige Motivation für diese jungen Sportler!“, sagte der Heidelberger Bürgermeister Wolfgang Erichson am Abend des 18. April 2015 bei einem Festbankett auf der „Molkenkur“, das die Freunde der deutschen Rugby-Nationalmannschaft exakt fünf Monate vor Beginn der VIII. Weltmeisterschaft in England ausgerichtet hatten. Erichson, der den goldenen Webb Ellis Cup am Vortag auch im Großen Rathaussaal begrüßt und begeistert geküsst hatte, fügte dann noch einen Satz hinzu, der den zahlreichen Nationalspielern um Deutschlands Kapitän Sean Armstrong zur Verpflichtung werden könnte: „Nun hoffe ich allerdings, dass Sie bei der nächsten WM 2019 in Japan auch mitspielen werden!“

Auf der Promotion-Tournee durch die ganze Welt war die deutsche Rugby-Hauptstadt Heidelberg zwei Tage lang die vorletzte Station von „Bill“, wie das teure Schmuckstück genannt wird. Gestern ging es weiter zu einer Tour de France. Anschließend reist der Weltcup durch Wales, Irland, Schottland und England, die Home Unions des Rugbyspiels, nach Twickenham, wo am 18. September mit dem Spiel zwischen Gastgeber England und Fidschi die WM eröffnet wird, bei der Neuseeland der Titelverteidiger ist.

Am Abend des 17. April hatten sich führende Akteure der vier Heidelberger Bundesligaklubs im Jaguar Land Rover Autohaus Geisser in Mannheim eingefunden, um wenige Stunden vor dem letzten Bundesliga-Spieltag eine vergnügliche Party mit „Bill“ und leckeren Softdrinks zu feiern. Der glückliche Sieger des Abends war Nationalspieler Steffen Liebig vom Heidelberger Ruderklub, der bei einer Verlosung zwei Halbfinaltickets für die WM gewann, welche Sponsor Land Rover zur Verfügung gestellt hatte.

Große Begeisterung entfachte „Bill“ samstags beim TSV Handschuhsheim, der das Finalturnier der Schülermeisterschaften Baden-Württembergs um den SAS Institute Junior-Cup veranstaltete. Turniersieger und Landesmeister der U12 wurden die „Junglöwen“ des TSV vor der RG Heidelberg, dem Heidelberger RK und dem SC Neuenheim. Ian Rawcliffe (Rödermark), der Präsident des Deutschen Rugby-Verbandes, wünschte dem TSV-Team viel Erfolg bei der deutschen Meisterschaft. Turniersieger der U10 wurde der SC Frankfurt 1880 vor dem baden-württembergischen Meister SCN.

Beim Galadinner am Abend feierten die Freunde der deutschen Rugby-Nationalmannschaft, ein 2013 gegründeter reger Förderverein für das nichtolympische Fünfzehnerrugby, mit rund 75 Gästen den Besuch des Weltcups in Heidelberg, aber auch die deutschen Nationalspieler, die große Schritte auf dem Weg zur Professionalisierung gegangen sind und ehrgeizige Ziele formulierten. 2016 soll der Klassenverbleib in der EM-Division 1A geschafft werden, und dann beginnt das Rennen um die WM-Teilnahme 2019. Die „Freunde“ unterstützen auch den Nachwuchs, wofür sich die DRJ-Vorstandsmitglieder Alexander Wiedemann und Dieter Hanf herzlich bedankten. CPB


Charity Dinner mit dem Rugby World Cup

Die Freunde der deutschen Rugby-Nationalmannschaft (FdN) laden herzlich zu einem Charity Dinner zugunsten unserer Nationalteams im klassischen Fünfzehnerrugby ein, das am Samstag, den 18. April 2015, um 19.30 Uhr im Spiegelsaal des Hotel-Restaurants “Molkenkur”, Klingenteichstr. 21 in 69117 Heidelberg über dem Schloss stattfinden wird.

Nach einem Sektempfang bieten wir ein viergängiges Menü vom Buffet und musikalische Unterhaltung durch den Pianisten Horst Vettermann.

Der Teilnahmebeitrag beträgt Euro 75,00 pro Person. Bitte überweisen Sie den Betrag bis spätestens am 15. April 2015 auf unser Vereinskonto,

IBAN: DE54 6729 0100 0064 4515 02

BIC: GENODE61HD3

Volksbank Kurpfalz H + G Bank Heidelberg

Im Teilnahmebeitrag sind keine Getränke enthalten.

Bitte bestätigen Sie Ihre Teilnahme zusätzlich per Email an Peter Nostadt, nostadtp@stb-nostadt.de. Danke!

Beim Charity Dinner sind der originale Webb Ellis-Cup und seine Begleiter von Rugby England zu Gast. Die Trophäe tourt gegenwärtig vom neuseeländischen Auckland, dem Finalort der VII. WM 2011, nach Twickenham, wo am 18. September 2015 das Eröffnungsspiel der VIII. WM zwischen England und Fidschi ausgetragen wird, und macht am 17. und 18. April 2015 Station in Heidelberg.