Zum Auftakt der European Trophy ein überzeugender 54:7-Sieg in Litauen
Heidelberg. (CPB) Die deutsche Rugby-Nationalmannschaft ist sieben Monate nach dem Abstieg aus der Division eins der Europameisterschaft mit einem 54:7 (40:7)-Sieg über Litauen in die EM-Division zwei (Trophy) gestartet und erster Tabellenführer jener sechs Nationalteams, die in die Erstklassigkeit aufsteigen möchten.
Im Stadion der Rugby Academy von Siauliai sahen 600 Zuschauer am Samstag eine hoch überlegene deutsche Fünfzehn, die von Nationaltrainer Michael Poppmeier und seinen Assistenten Adriano Nicita und Jacobus Otto gut auf den Gegner eingestellt wurde, der technisch und taktisch klar unterlegen war und in der zweiten Halbzeit wenigstens kämpferisch überzeugte. In der in Siauliai gezeigten Verfassung werden die Litauer mit dem Aufstieg allerdings nichts zu tun haben, während die neu zusammengestellte deutsche Mannschaft ihre Ambitionen andeutete.
„Wir haben in der ersten Halbzeit sehr gut angegriffen und über die gesamte Spieldauer ausgezeichnet verteidigt“, lobte der 44-jährige Michael Poppmeier nach seinem ersten Länderspiel als Chefcoach. Den Leistungsabfall nach der Pause erklärte er mit der nun besseren Verteidigungsleistung der Litauer und auch damit, dass er angesichts der klaren Führung der gesamte Auswechselkontingent von acht Spielern ausgenutzt hat.
Die deutsche Mannschaft legte acht Versuche durch Hakler Darren Ferrar (4. und 26. Minute), den Außendreiviertel Makonnen Amekuedi (14., 62.), Innendreiviertel Niklas Bechtel (18., 31.), Gedrängehalb Jan Piosik (36.) und Flankenstürmer Anton Troch (48.), der beim Bankett der beiden Teams zum „Man of the match“ gekürt wurde. Sieben der acht Versuche wurden erhöht: Sechsmal durch Verbindungshalb Nikolai Klewinghaus-Hacker und einmal durch Schlussmann Alexander Brosowski.
Die beiden anderen Resultate haben überrascht. Aufstiegsfavorit Tschechien tat sich beim 31:28-Sieg in Schweden sehr schwer, und Aufsteiger Malta, an diesem Samstag in Paola nächster Spielpartner der Deutschen, gewann in Dänemark mit 36:17 Punkten.
Deutschland: Brosowski (Hannover 78) – Amekuedi (SC Frankfurt 1880, 58. F. Meffert/RG Heidelberg), Bülow (SC Neuenheim), N. Bechtel (TSV Handschuhsheim), Dixon (Frankfurt 1880) – Klewinghaus-Hacker (SCN, 56. Zahag/RC Unterföhring), Piosik (Hannover 78/64. Paine (Frankfurt 1880) – Maier (Frankfurt 1880, 56. Fau/RGH), von der Lohe (RGH), Troch (SCN) – Bauer (Hannover 78), Rayan (Frankfurt 1880, 54. Lehmann/SCN) – Zymvragos (Frankfurt 1880, 46. Howells/Frankfurt 1880). Ferrar (UL Bohemians, 52. Hill/RGH), Bachmann (SCN, 54. Polomsky/SF Paris).
Schiedsrichter: Baamarg (Frankreich); Commissioner: Samoylenko (Ukraine).

