Das sagt der neue Rugby-Nationaltrainer Michael Poppmeier vor dem EM-Auftakt in Litauen
Heidelberg. (CPB) Den deutschen Rugby-Nationalmannschaften stehen wichtige Tage bevor.
Die Männer, im Frühjahr nach ungenügenden Leistungen aus der Division eins der Europameisterschaft abgestiegen, bestreiten das erste Länderspiel in der Division zwei (Trophy). Am Samstag um 13 Uhr trifft die Fünfzehn des neuen Nationaltrainers Michael Poppmeister in der Großstadt Siauliai auf Litauen, das die Trophy 2025/26 auf dem vierten Tabellenplatz abgeschlossen hat und vom Aufstieg weit entfernt war.
Michael Poppmeier will in der Spielzeit 2026/27 zwei Ziele erreichen. Der 44-jährige gebürtige Südafrikaner, der als Profi in der zweiten Reihe für Rosslyn Park in England, Lazio Rom, San Gregorio Catania und den Heidelberger Ruderklub gestürmt und 28 Länderspiele für Deutschland bestritten hatte, sagt vor seinem ersten Spiel als Chefcoach: „Wir wollen eine junge und starke Mannschaft aufbauen, sehen Tschechien als stärksten Kontrahenten an und wollen zurück in die Division eins.“
Poppmeier und sein Stab haben alle Spiele Litauens auf www.rugbyeurope.eu studiert, sie wissen aber nicht, ob ihr erster Gegner den Sommer über neue Spieler aufgebaut hat. Er sagt deshalb: „Wir konzentrieren uns ganz auf uns selbst.“ Der Nationaltrainer bedauert, dass nur vier Trainingseinheiten blieben, um das neue Team vorzubereiten, nachdem der Verband von Zimbabwe ein Trainingslager der Deutschen in Ostafrika aus finanziellen Gründen abgesagt hat. „Diese sechs Tage hätten uns gutgetan“, sagt der Trainer, der mit seiner Familie in Siegburg lebt, im Hauptberuf als Gebäudemanager arbeitet und der Nachfolger des langjährigen Nationaltrainers Mark Kuhlmann (Heilbronn) ist.
Die deutsche Fünfzehn muss den starken Frankfurter Innendreiviertel Leo Wolf wegen einer Schulterverletzung ersetzen und hat zwei Debütanten aus der 2. Bundesliga im Kader: Den Außendreiviertel und Schlussmann Nils Kanngießer vom Hamburger RC und den auf mehreren Dreiviertelpositionen verwendbaren Younes Zahag vom RC Unterföhring. Erstmals dabei sind Nick Hill, Asafo Fau und Felix Meffert von der RG Heidelberg sowie der Erste-Reihe-Stürmer Johannes Polomsky, der schon als 16-Jähriger vom SC Frankfurt 1880 zu Stade Français Paris gewechselt war.
Die deutsche Siebenerrugby-Nationalmannschaft unter 17 Jahren nimmt am Sonntag und Montag erstmals an den Olympischen Jugendspielen teil, die in der senegalesischen Hauptstadt Dakar ausgetragen werden.
In der Gruppe A trifft die Mannschaft der beiden Nationaltrainer Jan Ceselka (Heidelberg) und Maximilian Pietrek (Heusenstamm) am Sonntag auf Kanada, den Senegal und Südafrika. In der Gruppe B sind Frankreich, Argentinien, Japan und Uganda versammelt. Die ersten beiden Teams jeder Gruppe spielen am Montag um die Medaillen, die Dritten und Vierten der Gruppen kämpfen um Rang fünf. „Wir haben eine sehr junge Mannschaft, die aber in jedem Spiel ihr Bestes geben wird“, verspricht Trainer Seselka.
Deutschland: Cosmos Zymvragos, Hassan Rayan, Aidan Dixon, Makonnen Amekuedi, Christopher Howells, Christophe Edene, Vinzenz Maier, Oliver Paine (SC Frankfurt 1880), Nikolai Klewinghaus-Hacker, Anton Troch, Enrich Bülow, Mattes Bachmann, Robert Lehmann (SC Neuenheim), Niklas von der Lohe, Nick Hill, Asafo Fau, Felix Meffert (RG Heidelberg), Tobias Bauer, Jan Piosik, Alexander Brosowski (Hannover 78), Niklas Bechtel (TSV Handschuhsheim), Nils Kanngießer (Hamburger RC), Younes Zahag (RC Unterföhring), Johannes Polomsky (SF Paris), Darren Ferrar (UL Bohemians).
Deutschland U17: Joschi May, Raphael Moutsinga, Marius Gifhorn (TSV Handschuhsheim), Tillmann Niederberger (SC Frankfurt 1880), Remy Folnovic, Anatole Fränzel Julien (Berliner SV), Andre Brauner (Heidelberger RK), Oscar Schmekel (München RFC), Felix Grothe (VfR Döhren), Moritz Thonfeld (Nelson College), Aaron Engels (SF Paris), Felix May (US Colomiers).

